Ebersberg Deutschlandweit Spitzenreiter

Nirgends gibt es so viel Carsharing wie im Landkreis

Der Landkreis Ebersberg weist die größte Dichte an Carsharing-Angeboten aller Landkreise in Deutschland auf. Das konnte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) nach seiner Rückkehr von einem deutschlandweiten Kongress zum Thema Förderung von Carsharing in Kassel erfreut feststellen. Auf der Veranstaltung sollten Wege aufgezeigt werden, wie Carsharing als Beitrag zur Minderung der Verkehrs- und Umweltbelastung von Kommunen unterstützt werden kann. Außer Ebersberg präsentierten sich die Städte Flensburg, Köln und Freiburg im Breisgau.

Vertreter von Carsharing-Organisationen, Städten und Gemeinden, Verbänden und Forschungsinstituten zeigten sich sehr interessiert daran, wie die acht ehrenamtlich geführten Vereine im Landkreis ein funktionierendes System mit derzeit 52 Fahrzeugen und 1 400 Fahrberechtigten organisieren. Knapp zwei Drittel aller Einwohner des Landkreises haben in ihrer Gemeinde die Möglichkeit, ein Carsharing-Fahrzeug zu nutzen. Bis zum Jahr 2013 soll jeder Führerscheininhaber in jedem Ortsteil mit mehr als 1 000 Einwohnern auf mindestens zwei CS-Fahrzeuge zugreifen können, die ihren Standplatz weniger als 1 000 Meter von der eigenen Wohnung entfernt haben. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass in 13 Jahren zehn Prozent der Bevölkerung dieses Carsharing-Angebot im Landkreis nutzen wird", sagte der Vorsitzende der Vaterstettener Autoteiler Klaus Breindl, der mit nach Kassel gereist war.

Bisher galt Carsharing in Kommunen unter 100 000 Einwohnern weithin als 'nicht möglich'. Die Gemeinden des Landkreises unterstützen Carsharing bei der Neugründung mit Infoveranstaltungen, mit administrativen und finanziellen Hilfen, sowie der Mitnutzung der Fahrzeuge für Gemeindezwecke, auch durch das Ausschildern von Stellplätzen. Der Landkreis stellt Räumlichkeiten und fachliche Unterstützung zur Verfügung und bestreitet den Sachbedarf für den landkreisweit tätigen Carsharing-Trägerverein.