Kinderimpfungen in Ebersberg:"War gar nicht schlimm!"

Lesezeit: 2 min

Kinderimpfungen in Ebersberg: Gummibärchen und Malstifte hat es für die neunjährige Saskia nach ihrer Corona-Impfung am Mittwoch im Ebersberger Impfzentrum gegeben - und weh getan hat es auch nicht, wie das Mädchen nach dem Piks sagte.

Gummibärchen und Malstifte hat es für die neunjährige Saskia nach ihrer Corona-Impfung am Mittwoch im Ebersberger Impfzentrum gegeben - und weh getan hat es auch nicht, wie das Mädchen nach dem Piks sagte.

(Foto: Christian Endt)

Am Mittwoch sind auch im Landkreis Ebersberg die Impfungen für fünf- bis elfjährige Kinder gestartet - die neunjährige Saskia hat als eine der ersten einen Piks im Impfzentrum bekommen.

Von Johanna Feckl, Ebersberg

Aufgeregt? Die neunjährige Saskia nickt. Als jüngstes und letztes Familienmitglied bekommt sie in wenigen Minuten ihre Corona-Schutzimpfung, unter ihren Freundinnen ist sie jedoch die erste. Zusammen mit ihrer Mutter sitzt sie nun im Wartebereich, die Füße baumeln wenige Zentimeter über dem Boden. Es ist Mittwochmittag - der erste Tag, an dem im Ebersberger Impfzentrum auch fünf- bis elfjährige Kinder geimpft werden.

Noch hält sich der Andrang in Grenzen. Mit Saskia wartet ein weiteres Mädchen mit ihrem Vater, ansonsten sind keine Kinder zu sehen. Etwa 50 Kinder unter zwölf Jahren sind an diesem Tag im Ebersberger Impfzentrum und in der Poinger Außenstelle für eine Impfung angemeldet, 7000 Kinderimpfdosen hat das Ebersberger Impfzentrum in der ersten Fuhre bestellt, wie der stellvertretende Leiter Maximilian Ziegler am Dienstag der SZ mitteilte.

Für Saskias Eltern war klar, dass ihre Jüngste im Impfzentrum den Piks erhalten soll. "Die Kapazitäten beim Kinderarzt sind ja nicht so wie hier", sagt die Mutter. "Uns war nicht klar, wie lange wir da auf einen Termin warten müssen, aber wahrscheinlich hätte es einige Wochen gedauert - und hier haben wir gleich einen bekommen." Am Montag hätten sie den Termin telefonisch über die Hotline des Impfzentrums (08092) 86 31 40 vereinbart. Da es derzeit nur auf diesem Wege möglich ist, Termine für die kleineren Kinder zu vereinbaren, und Landrat Robert Niedergesäß vergangene Woche alle Landkreisbürgerinnen und -bürger über 60 Jahre angeschrieben und sie dazu aufgerufen hat, ihren Impfschutz auffrischen zu lassen, ist es in diesen Tagen schwieriger als sonst, an der Hotline jemanden zu erreichen. Aber Saskias Mutter blieb hartnäckig und nach ein paar Versuchen hatte es schließlich geklappt.

Jetzt ist es soweit: Eine Kinderärztin bittet Saskia und ihre Mutter in ein Behandlungszimmer. Gemeinsam gehen sie den Papierkram durch. Immer wieder spricht die Ärztin das Mädchen direkt an, wie alt sie sei, wie es ihr heute gehe, ob sie noch Fragen habe - man merkt, dass die Medizinerin routiniert ist im Umgang mit Kindern. Als es für die Impfung auf die Patientenliege geht, kann Saskia entscheiden: Mit Mama oder lieber alleine. Die Neunjährige entscheidet sich für letzteres. "Du bist ja richtig mutig!", sagt die Ärztin. Und zack, schon ist der Piks geschafft.

Und, hats weh getan? "Nö, war gar nicht schlimm!" Gummibärchen und Buntstifte gabs auch noch obendrauf. Die Neunjährige zeigt beide Daumen nach oben: Alles super.

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