Christbäume und Klimawandel:"Wie sollen wir das Wasser da hinbringen?"

Christbäume und Klimawandel: Christbaumverkäufer Martin Schreiner in Oberpframmern hatte dieses Jahr alle Hände voll zu tun, seine Bäume aus dem Schnee zu graben.

Christbaumverkäufer Martin Schreiner in Oberpframmern hatte dieses Jahr alle Hände voll zu tun, seine Bäume aus dem Schnee zu graben.

(Foto: Christian Endt)

Weihnachtsbäume können Sonnenbrand bekommen, sie können verdursten oder aber von Unwettern zerstört werden. Waldbauern und Landwirte im Landkreis Ebersberg müssen inzwischen neue Wege finden, um ihre Tannen und Fichten groß zu kriegen.

Von Alexandra Leuthner, Ebersberg

Dem Thema Christbäume und Klimawandel kann man sich von zwei Seiten nähern. Man kann es aus der Perspektive der Nachhaltigkeit betrachten, also fragen, wie sinnvoll es ist, jedes Jahr Millionen von Bäumen abzuschneiden, um sie dann für ein paar Tage ins eigene Wohnzimmer zu stellen und hinterher zu entsorgen - zwischen 23 und 25 Millionen sind das in Deutschland, wie unlängst zu lesen war. Man kann aber auch aus Sicht der Bäume darauf schauen und fragen, wie es ihnen überhaupt geht - oder denjenigen, die den Verkauf zu einem Standbein ihrer Existenz gemacht haben, meist Waldbauern oder Landwirte. Während Supermärkte oder Einrichtungshäuser ihre Ware in der Regel von Plantagen in anderen Regionen oder aus dem Ausland beziehen, müssen sich die Bauern damit auseinandersetzen, wie die Bäume überhaupt wachsen, und erleben, dass sich die klimatischen Bedingungen ändern, dass es immer wärmer und trockener wird. Wird es also irgendwann keine heimischen Christbäume mehr geben?

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