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Archäologischer Fund:Der Wunschbrunnen

1,20 Meter breit, mindestens elf Meter tief: Im Ebersberger Forst existiert ein Brunnen aus Naturstein, der weit in die Geschichte zurückweist.

(Foto: Christian Endt)

Tief im Ebersberger Forst entdeckt ein Jäger einen uralten Brunnen. Mehr als elf Meter geht es hinab ins Dunkel der Geschichte. Wer hat ihn gegraben? Über die Hoffnung auf neue Einblicke in die Welt vor dem Dreißigjährigen Krieg.

Von Korbinian Eisenberger, Ebersberg

Irgendwas muss da unten lauern. Irgendwo in der Tiefe, im schimmernden Wasser, schwarz, geheimnisvoll, mystisch. Der Zauber öffnet sich mit einer Metallluke im Waldboden. Ein Blick in einen Brunnen, wie das Abtauchen in die Vergangenheit, so finster, so schaurig schön. Die Sonne füllt das Mauerrund mit schummrigem Licht. Alles Naturstein und erbaut lange bevor die Menschen auf Betonmischer kamen. Ein uralter Brunnen im Wald, vor Jahrhunderten gegraben und gemauert, und irgendwann vergessen. Solange, bis der Berufsjäger Jürgen Hörmann des Weges kam.

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