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Grafing/Vaterstetten:Abi-Fahrt nach Korfu: Bisher nur negative Corona-Tests

Coronavirus - Abstrich für Coronatest

Symbolfoto.

(Foto: dpa)

Das Landratsamt Ebersberg gibt vorsichtige Entwarnung, allerdings sind noch nicht alle gut 90 Schüler getestet.

Von Barbara Mooser, Grafing/Vaterstetten

Gute Nachrichten für die Vaterstettener Abiturientinnen und Abiturienten, die an einer Busreise nach Korfu teilgenommen haben: Nachdem Corona-Tests in ihren Reihen bisher negativ ausgefallen sind, müssen sie doch nicht weiter in Quarantäne bleiben. Bei einer Reisegruppe vom Grafinger Gymnasium hingegen gilt nach wie vor: Die Teilnehmer müssen zuhause bleiben und dürfen auch an der Abschlussfeier der Schule am Freitag nicht teilnehmen.

Einer aus den Reihen der Grafinger hatte sich nach der Rückkehr von der privat organisierten Reise Ende vergangener Woche auf das Coronavirus testen lassen, das Ergebnis war positiv. Daraufhin hat das Ebersberger Gesundheitsamts Test bei allen 40 Grafingern veranlasst, ebenso bei Teilnehmerinnen und -teilnehmern der insgesamt 52-köpfigen Gruppe vom Humboldt-Gymnasium in Vaterstetten. Am Dienstagmorgen waren die meisten Ergebnisse da: Demnach wurden 35 Teilnehmer der Vaterstettener Reisegruppe negativ getestet, weitere zwölf von ihnen leben nicht im Landkreis und fallen daher nicht in den Zuständigkeitsbereich des Ebersberger Gesundheitsamts. Fünf Teilnehmer aus der Vaterstettener Gruppe sind laut Evelyn Schwaiger, Sprecherin des Landratsamts, bisher noch nicht getestet: Bei zweien soll das demnächst erfolgen, drei weitere hat das Gesundheitsamt bisher noch nicht erreicht. Diese sollten sich daher unbedingt bei der Behörde melden, so Schwaiger. Sollte einer der fünf infiziert sein, müssten ihre Mitreisenden als direkte Kontaktpersonen doch wieder in Quarantäne gehen.

Auch die Tests bei den Grafinger Gymnasiasten, die an der Reise teilgenommen haben, sind alle negativ ausgefallen. Ein zweiter Test ist am Donnerstag geplant, doch unabhängig davon müssen die jungen Leute vorerst in Quarantäne bleiben, weil sie als direkte Kontaktpersonen des Infizierten gelten - mit zwei Ausnahmen: Zwei Reiseteilnehmer seien, so Schwaiger, mit dem Flugzeug angereist, also nicht zusammen mit den anderen im Bus. Sie wurden wie die anderen negativ getestet und dürfen die Quarantäne wieder verlassen.

An der Abifahrt nach Korfu hatten nicht nur Absolventinnen und Absolventen aus dem Landkreis teilgenommen, insgesamt waren es nach Angaben des Veranstalters mehr als 300 Reisegäste aus dem gesamten Großraum München. Untergebracht waren sie in sieben verschiedenen Hotels in drei Ortschaften. Einige Programmpunkte hätten mehrere Teilnehmergruppen zusammen absolviert, Ausflüge und Clubbesuche etwa, so der Organisator, bei der sogenannten "Greek Night" feierten die meisten der Teilnehmer zusammen. Allerdings habe man alle geltenden Corona-Regeln eingehalten. Bei der Greek Night etwa seien es normalerweise bis zu 2000 Teilnehmer, diesmal eben nur etwa 350, um Abstandsregelungen einhalten zu können. Weitere Sicherheitsvorkehrungen seien Mund-Nase-Masken beim Ein- und Aussteigen in den Bus, Sicherheitsabstände und Hygieneregeln. Natürlich könne man nicht bei jedem einzelnen Teilnehmer darauf achten, dass dieser privat alle Regeln zur Corona-Prävention einhalte, unterstreicht der Veranstalter.

© SZ vom 15.07.2020 / moo
Gymnasium Grafing wg. Max Mannheimer.

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