Süddeutsche Zeitung

Ebersberg:94,5 Prozent für Thomas Huber

Der neue CSU-Kreisvorsitzende kommt aus Grafing

Grafing"Es gibt für den Kreisverband keinen besseren, als Thomas Huber." Die Worte kommen im April von der damaligen CSU-Kreisvorsitzenden Angelika Niebler als Wahlempfehlung für den Grafinger Landtagsabgeordneten zu ihrem Nachfolger. Mit einer einstimmigen Wahlempfehlung des Gremiums ist Huber zur Kreisversammlung in den Ebersberger "Alten Speicher" gefahren. Dort wählen ihn die Delegierten mit guten 94,5 Prozent zum neuen CSU-Kreisvorsitzenden.

"Miteinander gehen, zueinander stehen", ist das Motto, mit dem Huber in die Wahl geht. In seiner Bewerbungsrede stellt er die personelle Struktur und den Charakter des Kreisverbands in den Mittelpunkt. Der Kreisverband müsse für eine lebendige Politik stehen, die das bewährte CSU-Motto "Näher am Menschen" erweitere. "Wir müssen näher am jungen Menschen sein." Nur dann habe die einzig verbleibende echte Volkspartei im Landkreis eine Zukunft. "Wir sind eine Mitmachpartei", wirbt Huber und verweist etwa auf die Plattform zur Mitsprache bei Grundsatzbeschlüssen.

Einen wirklichen inhaltlichen Stempel drückt er dem Kreisverband in den folgenden Monaten aber nicht auf, sind sich Beobachter einig. Eher unglücklich sogar die Figur, die der Grafinger in der Angelegenheit um die fremdenfeindlichen Äußerungen der früheren Zornedinger CSU-Ortsvorsitzenden Sylvia Boher abgibt. Zunächst bezeichnet Huber deren Attacken auf Flüchtlinge als "sehr pointiert und zugespitzt". Erst als der öffentliche Druck zu groß wird, und Landrat Robert Niedergesäß die Rücktrittsforderung erhebt, stimmt auch Huber darauf ein.

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Quelle:
SZ vom 29.12.2015 / thri
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