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Corona im Landkreis Ebersberg:Wieder unter 100

Sollte sich der Rückgang der Infektionszahlen fortsetzen, sind Lockerungen möglich. Für die Schulen ist der Wert am Freitag ausschlaggebend

Die Zahl der Neuinfektionen sinkt im Landkreis. Noch hat das aber keine Konsequenzen.

(Foto: Christian Endt)

Ebersberg gehört zu den wenigen Landkreisen in Bayern, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 100 gesunken ist. Auf dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts wurde der Wert am Donnerstag mit 99,5 angegeben, am Vortag war er noch bei 112,1 gelegen. Außer in Ebersberg liegen die Zahlen in Südbayern nur noch in Garmisch-Partenkirchen unter 100. Sollten die Infektionszahlen weiter zurückgehen, wären wieder Lockerungen möglich. Für die Schulen und Kitas ist der Wert an diesem Freitag ausschlaggeben: Sollte er weiterhin unter 100 liegen, können die Kinder und Jugendlichen in den Wechselunterricht zurückkehren.

Für Lockerungen in allen anderen Bereiche - etwa Ladenöffnungen - muss die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander unter 100 liegen, nach einem Karenztag gelten dann neue Regeln. Sollten also am Freitag und Samstag im Landkreis die Werte unter 100 liegen, gäbe es Lockerungen von Montag an, wie eine Sprecherin des Landratsamts erläutert. Insbesondere beträfen Lockerungen die Geschäfte, diese dürften dann per "Click & Meet" Kunden mit Termin empfangen, ein negativer Corona-Test wie bei einer Inzidenz über 100 wäre dann nicht mehr nötig. Ebenso wären etwas mehr Kontakte zugelassen: Während sich momentan nur ein Hausstand und eine zusätzliche Person - Kinder unter 14 werden nicht mitgezählt - treffen dürfen, wären es bei einer stabilen Inzidenz unter 100 zwei Haushalte mit maximal fünf Personen, auch hier zählen Kinder unter 14 Jahren nicht mit.

31 283 Menschen haben im Landkreis Ebersberg inzwischen eine Erstimpfung erhalten. 3142 Impfungen davon haben Hausärzte vorgenommen. 7468 Geimpfte sind über achtzig Jahre alt. Bereits zum zweiten Mal geimpft sind 9686 Landkreisbürgerinnen und -bürger, 5920 von ihnen sind achtzig Jahre und älter. Insgesamt hat der Landkreis Ebersberg jetzt eine Impfquote von 21,74 Prozent. Um einen realistischen Überblick über das Infektionsgeschehen im Landkreis Ebersberg zu bekommen und um sichere Kontakte zu ermöglichen, sind Corona-Schnelltests unerlässlich, wie der Landkreis in einer Pressemitteilung unterstreicht. Dafür weitet der Landkreis die Testmöglichkeiten kontinuierlich aus. Unter anderem ist eine Teststation direkt vor dem Impfzentrum in Ebersberg geplant. Impflinge können sich so vor der Impfung auf eine eventuelle Corona-Infektion untersuchen lassen. Von nächster Woche an kommen zudem stundenweise Testangebote in den Gemeinden Anzing, Egmating, Bruck, Moosach, Baiern und Oberpframmern hinzu. Auf der Corona-Informationsseite des Landratsamtes kann man jeweils die aktuellen Testmöglichkeiten im Landkreis unter www.lra-ebe.de einsehen.

© SZ vom 23.04.2021
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