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Corona-Pandemie:Ebersberger Landrat beschwert sich beim Minister

Immer noch kommt zu wenig Impfstoff im Landkreis an. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter

Die Zahl der Impfwilligen im Landkreis ist groß, doch mit dem Impfstoff-Nachschub hapert es.

(Foto: Christian Endt)

Nach wie vor kommt im Landkreis Ebersberg nicht so viel Impfstoff an, wie eigentlich benötigt würde. Für die nächste Woche sind nach Angaben des Landratsamts insgesamt 3144 Impfdosen Biontech, 600 Impfdosen Moderna und 800 Impfdosen Astra Zeneca für die Erst- und Zweitimpfungen im Impfzentrum angekündigt worden. Das ist zwar mehr als in dieser Woche, aber immer noch weniger als die Woche davor. "Wir brauchen endlich mehr Impfstoff, unsere Kapazitäten sind bei weitem nicht ausgereizt, weder in den Impfzentren noch bei den niedergelassenen Ärzten, die Warteliste ist sehr lang", so Landrat Robert Niedergesäß (CSU) der sich diese Woche mit dieser Forderung persönlich an den bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek gewandt hat.

Insgesamt haben bisher 38 933 Menschen im Landkreis Ebersberg eine Erstimpfung erhalten. 6947 Impfungen davon haben Hausärzte vorgenommen. 7492 Geimpfte sind über achtzig Jahre alt. Bereits zum zweiten Mal geimpft sind 10 351 Landkreisbürgerinnen und -bürger, 5926 von ihnen sind achtzig Jahre und älter. Insgesamt hat der Landkreis Ebersberg jetzt eine Impfquote von 27,06 Prozent und liegt damit etwa im bayernweiten Durchschnitt von 27,7 Prozent.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis bleibt weiter hoch. Das Dashboard des Robert-Koch-Instituts bezifferte sie am Freitag mit 158,7. 28 Neuinfektionen wurden gemeldet, eine Woche zuvor waren es am Vergleichstag 29 Infektionsfälle. Insgesamt sind aktuell 379 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg positiv auf Corona getestet. 560 Landkreisbewohner sind derzeit in Quarantäne. Inzwischen zeigt sich nach Angaben des Landratsamts, dass 40,1 Prozent der engen Kontaktpersonen später tatsächlich auch positiv getestet werden.

© Süddeutsche Zeitung Ebersberg/moo
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