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Coronavirus:Inzidenz im Kreis Ebersberg wieder deutlich über 100

An der Grenze des Machbaren - Intensivpflege unter Corona

Symbolbild.

(Foto: Photographie Peter Hinz-Rosin)

Vier Personen in Alten- und Pflegeheimen sterben im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die Zahl der Todesfälle im Landkreis steigt.

Stand Freitag ist bei 395 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg eine Infizierung mit dem Coronavirus nachgewiesen. Wie das Landratsamt mitteilt, sind im Landkreis insgesamt 3814 Infektionen aufgetreten. 3343 Erkrankte sind wieder gesund, vier weitere Todesfälle sind in Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen. Alle vier Verstorbenen lebten in Alten- und Pflegeheimen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona im Kreis Ebersberg steigt damit auf 76.

Als Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind derzeit 332 Landkreisbewohner in Quarantäne. In der Kreisklinik Ebersberg werden 20 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt, 14 davon aus dem Landkreis Ebersberg. Vier Patienten befinden sich auf der Intensivstation und werden dort beatmet. Zudem gibt es in der Klinik zehn Verdachtsfälle. Über das Diagnostikzentrum sind am Donnerstag 534 Menschen auf eine Corona-Infektion untersucht worden.

Auf der Basis der aktuellen Zahlen des Gesundheitsamtes ergibt sich eine Sieben-Tage-Inzidenz von 123,7. Im Vergleich zum Vortag (94,7) ist dies ein Anstieg, nachdem die Zahl zuvor stark gesunken war. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen neu mit Corona infiziert haben.

Die Bürgerhotline (08092) 85 16 16 des Landkreises wählten diese Woche 525 Landkreisbürgerinnen und -bürger zur Information. Im gleichen Zeitraum erreichten die Unternehmerhotline (08092) 82 36 85 30 Anrufe.

Das hohe Infektionsgeschehen in den Alten- und Pflegeheimen beschäftigt derzeit den Krisenstab des Landratsamtes. Die Infektionen bei Mitarbeitern und Bewohnern sind für 57 Prozent aller Covid-19-Erkrankungen im Landkreis verantwortlich. Das Landratsamt appelliert an die Mitarbeiter der Alten- und Pflegeeinrichtungen die Möglichkeiten von Schnelltests vor Ort auszunutzen, beim Kontakt mit den Bewohnern auf den Schutz durch FFP-2-Masken nicht zu verzichten und das Angebot zur Impfung anzunehmen.

Sollte dem Ausbruchsgeschehen in den Einrichtungen nicht beizukommen sein, überlegt der Krisenstab, weitergehende Maßnahmen zu treffen. Neben den Schutzmaßnahmen vor Ort sei es wichtig, dass Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen auf die Einhaltung der Regelungen achten und ihre Kontakte, zum Schutz der Risikogruppen, soweit wie möglich reduzieren.

Die am Dienstag von der Staatsregierung beschlossene Verlängerung des Lockdowns nimmt das Kreisjugendamt Ebersberg zum Anlass, auf der Homepage Ideen und Tipps für die Freizeitgestaltung "dahoam" mit Kindern bereit zu stellen. Die Informationen sind unter der Rubrik "Servicedienste" zu finden.

© SZ vom 09.01.2021/koei
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