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Corona im Landkreis Ebersberg:Inzidenz steigt wieder über die 200er-Marke

Erneut gibt es einen größeren Corona-Ausbruch in einem Altenheim im Landkreis

Altenpflege in Corona-Zeiten

Nach einer kurzen Entspannungsphase ist die Zahl der Corona-Infektionen jetzt wieder deutlich nach oben gegangen.

(Foto: Photographie Peter Hinz-Rosin)

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ebersberg ist wieder massiv angestiegen. Das Dashboard des Robert-Koch-Instituts gibt für den Sonntag einen Wert von 208,1 an, also wieder über der kritischen Grenze von 200.

Vor allem die Seniorenheime sind derzeit sehr stark betroffen, am Sonntag meldete das Landratsamt einen Ausbruch im Awo-Seniorenheim in Markt Schwaben. Dort hatten Schnelltests am 6. Januar Infektionen bei elf Bewohnern und einem Mitarbeiter gezeigt. Noch am selben Tag wurde das Seniorenzentrum aufgrund der unklaren Situation geschlossen. Die betroffenen Bereiche seien isoliert, Gemeinschaftsräume geschlossen und nötige Hygienemaßnahmen eingeleitet worden, teilt das Landratsamt mit. Am 7. Januar wurden alle 88 Bewohner und 73 Mitarbeiter abgestrichen. Am späten Freitagnachmittag lagen die Ergebnisse der PCR-Tests vor: 38 Bewohner und sieben Mitarbeiter waren Covid-positiv.

Der Krisenstab des Landratsamtes wird am Montag Kontakt mit dem Team der Taskforce Pflege/Schnelle Einsatzgruppe Pflege des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und dem Bayerischen Landesamt für Pflege (LFP) aufnehmen, um die Einrichtung weitergehend zu beraten. Warum sich das Virus so stark ausbreiten konnte, ist noch exakt zu klären. Nachdem sowohl Mitarbeiter als auch Besucher engmaschig untersucht werden, wird sich der Krisenstab damit befassen, die regelmäßigen Tests auf die Bewohner auszudehnen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes war die Rede davon, dass auch die Menschen im Landkreis Ebersberg deshalb nun ihren Bewegungsradius einschränken müssen. Da die neue Regelung aber erst seit diesem Montag gilt, sind die Zahlen vom Wochenende für die Regelung nicht relevant. Statt dessen gilt die Zahl von Montag - und diese liegt knapp unter 200.

© SZ vom 11.01.2021 / SZ
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