Corona im Landkreis Ebersberg:Inzidenz jetzt bei 107,6

Am Freitag sind 31 Neuinfektionen gemeldet worden

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt im Landkreis Ebersberg kontinuierlich an. Am Freitag wurden dem Landratsamt 31 weitere Fälle gemeldet. Insgesamt sind damit aktuell 240 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg positiv auf das Coronavirus getestet, 159 Landkreisbewohner sind derzeit in Quarantäne. Der Wert für die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 107,6. Strengere Regeln werden durch das Überschreiten der Marke von 100 allerdings - anders als früher - nicht ausgelöst. Seit kurzem ist nicht mehr der Inzidenzwert ausschlaggebend, sondern die neu eingeführte Krankenhaus-Ampel.

Das Corona-Dashboard für den Landkreis zeigt, dass sich jetzt auch viele jüngere Menschen mit dem Virus infizieren. Fast 52 Prozent derjenigen, die sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt haben, waren jünger als 35 Jahre. Unter den Infizierten waren auch zehn Kleinkinder bis vier Jahre und 25 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 14 Jahren. Menschen über 60 und bis ins hohe Alter machen nur noch einen vergleichsweise kleinen Anteil der Betroffenen aus.

Die Impfquote steigt nur noch sehr langsam. Die Erstimpfquote liegt im Landkreis jetzt bei 59,65 Prozent, das liegt weit hinter dem bundesdeutschen Schnitt von 65,6 Prozent und auch hinter dem bayerischen Durchschnitt von 62,5 Prozent. Bereits vollständig geimpft sind 57,17 Prozent der Landkreisbewohner.

Die seit 1. September gültige Coronavirus-Impfverordnung sieht nun auch Auffrischungsimpfungen vor. Eine entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission stehe jedoch noch aus, so das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Laut Gesundheitsministerkonferenz seien zunächst Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe sowie dort regelmäßig tätiges Personal impfberechtigt. Des Weiteren können Personen ab 80 Jahren, zuhause betreute Pflegebedürftige, Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression sowie vulnerable Gruppen, welche vorher in die Priorisierung 1 oder 2 eingeordnet waren, eine Auffrischungsimpfung erhalten. Laut Bayerischer Impfstrategie erfolgen die Auffrischungsimpfungen vorrangig durch niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte. Von 6. September an werden im Impfzentrum Ebersberg selbst und mit mobilen Impfteams die Impfungen der betreffenden Landkreisbürgerinnen und -bürger zeitnah durchgeführt. Die zuvor genannten Personengruppen können sich von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr ohne Voranmeldung im Impfzentrum Ebersberg impfen lassen, so das Landratsamt in seiner Pressemitteilung.

Am Donnerstag, 16. September, bleibt das Impfzentrum aufgrund von Sanierungsarbeiten allerdings geschlossen. Das Diagnostikzentrum und das Schnelltestzentrum vor dem Impfzentrum sind davon nicht berührt. Wie üblich geöffnet sind das Impfzentrum Poing in der Zeit von 9 bis 17 Uhr, sowie die Impfstation auf dem Gelände der Firma Segmüller in Parsdorf von 10 bis 19 Uhr.

© SZ vom 04.09.2021 / moo
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB