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Corona im Landkreis Ebersberg:Inzidenz bei 199,45 - zwei weitere Todesfälle

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass im Landkreis Ebersberg bald noch mehr Einschränkungen gelten, um die Situation in der Corona-Pandemie wieder in den Griff zu bekommen. Zum Stand Montag hatte der Kreis die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz von 200 nur knapp unterschritten, das Ebersberger Landratsamt meldete einen Wert von 199,45. Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt, wie viele Menschen sich pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche mit dem Coronavirus angesteckt haben.

An diesem Dienstag tritt die "9. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung" in Kraft. Für Hotspots mit einer Inzidenz über 200 sieht die bayerische Staatsregierung darin unter anderem Wechselunterricht an Schulen ab der Jahrgangsstufe acht vor, sofern die Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Ausgenommen sind Abschlussklassen und Förderschulen. Musik- und Fahrschulen sollen geschlossen werden, ebenso Märkte und Wochenmärkte. Ausgenommen ist der Lebensmittelverkauf. Konkret will der Krisenstab des Ebersberger Landratsamts am Dienstagmorgen über Maßnahmen beraten.

Unterdessen ist die Zahl der Menschen im Landkreis Ebersberg, die am Coronavirus gestorben sind, gestiegen. Nach zwei weiteren Todesfällen sind nun insgesamt 21 Infizierte gestorben. Bei den beiden unlängst Verstorbenen handelt es sich laut Landratsamt um ältere Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Stand Sonntagnachmittag ist bei 378 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg eine Infizierung mit dem Virus nachgewiesen. Bisher sind im Landkreis Ebersberg insgesamt 2311 Infektionen aufgetreten. 1912 Erkrankte gelten als geheilt.

© SZ vom 01.12.2020 / sz
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