Advent im Landkreis Ebersberg Die besten Tipps für das zweite Adventswochenende

Dem Nikolaus kann man an diesem Wochenende an ganz unterschiedlichen Orten im Landkreis begegnen, etwa in Buch beim Adventstandl.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Im Landkreis Ebersberg locken wieder viele Märkte mit traditionellem Gebäck, Wildbret und weihnachtlicher Stimmung. Manche öffnen nur an diesem Sonntag.

Von Wieland Bögel

Das zweite Adventswochenende steht vor der Tür und wem jetzt immer noch nicht besinnlich-vorweihnachtlicher zumute ist, kommt vielleicht beim Besuch auf einem Weihnachtsmarkt in Stimmung. Die Auswahl im Landkreis ist auch an diesem Wochenende groß.

Bereits seit Mitte der Woche ist auf dem Grafinger Marktplatz wieder der traditionelle Budenzauber eingezogen. Nach einer Zwangspause im vergangenen Jahr - einige Geschäftsleute hatten sich über die wegfallenden Parkplätze beschwert - ist der Markt heuer dank eines Bürgerentscheids wieder da und wird auch fast bis Heiligabend bleiben. Erst am Sonntag, 23. Dezember, um 20 Uhr ist wieder Schluss für ein Jahr. Viel Zeit also für einen - oder auch mehrere - Bummel über den stimmungsvoll geschmückten Platz.

Ebenfalls noch bis kurz vor Weihnachten gibt es den "kloanen staaden Woidmarkt" am Forsthaus Hubertus in Ebersberg. Allerdings ist der Markt nicht durchgehend, sondern immer nur an den Adventssonntagen geöffnet. So auch am Sonntag, 9. Dezember, wo man von 13 bis etwa 18 Uhr selbstgemachte Lebkuchen und Glühwein genießen kann. Auch Pferdekutschfahrten werden angeboten, genau wie heimisches Wildbret von den Staatsforsten. Und weil diese Woche Nikolaustag war, kommt der Bischof von Myra auch auf den Woidmarkt und hat Apfel, Nuss und Mandelkern für die Kinder im Gepäck.

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Wer dagegen den Weihnachtsmarkt "Kunst & Handwerk" der Herrmannsdorfer Landwerkstätten besuchen will, hat dazu nur an diesem Wochenende Gelegenheit. Zahlreiche Aussteller zeigen Weihnachtliches, hochwertigen Schmuck, nachhaltige Mode und Accessoires, Skulpturen, Kleinmöbel und vieles mehr. Am Samstag und Sonntag, 8. und 9. Dezember, ist jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet, genau wie Hofmarkt, Wirtshaus, Biergarten und die Kaffeerösterei. Außerdem werden mehrmals am Tag Hofführungen angeboten, am Samstag gibt es außerdem um 14 und um 16 Uhr eine Weihnachtsbäckerei für Kinder. Ticket gibt es im Info Cube auf dem Hof. Was es nicht gibt, sind genügend Parkplätze, darauf weisen die Veranstalter ausdrücklich hin und auf den kostenlosen Bus-Shuttle, der das ganze Wochenende von 10 bis 18 Uhr zwischen Grafing-Bahnhof und Herrmannsdorf pendelt.

Ebenfalls nur einmal im Jahr gibt es die Pöringer Weihnachtsstandl im Wimmer Hof in der Anzingerstraße 15 - und das schon zum mittlerweile 38. Mal. Am Sonntag, 9. Dezember, geht es um 13 Uhr mit dem Auftritt der Tullinger Bläser los. Der Schulchor Pöring zeigt um 15 Uhr sein Können, gegen 15.30 Uhr kommt dann der Nikolaus zu Besuch, gegen 16 Uhr spielen dann die Pöringer Bläser auf. Angeboten werden ausschließlich selbstgemachte Waren aller Art, der Erlös kommt heuer der Initiative für bedürftige Senioren "Fördern und Helfen", dem Kinderschutzbund Ebersberg, dem Kältebus München und der Stiftung "Projekt Omnibus" zugute.

Am zweiten Advent findet auch der Plieninger Weihnachtsmarkt statt. Am Sonntag, 9. Dezember, gibt es von 14 bis 20 Uhr am und im Bürgerhaus viele kulinarische und musikalische Schmankerl. Unter anderem spielen die Stubenmusi der Stoabergler Trachtler und die Musikkapelle Gelting auf. Für Kinder gibt es von 15 bis 18 Uhr Adventsbasteln, wer seine Geschicklichkeit testen will, kann dies beim Armbrustschießen der Schützengesellschaft tun. Um 14 und um 16 Uhr kommt im Kindergarten St. Barbara neben dem Bürgerhaus der Kasperl und um 15.15 und um 17 Uhr besucht der Nikolaus den Weihnachtsmarkt mit einem kleinen Geschenk für alle Kinder.

Zu einer Tasse "Heißer Hirsch" und anderen Gaumenfreuden, lädt der Verein Schutz des Kirchseeoner Südens am Sonntag, 9. Dezember, ein. Zu bekommen sind diese Köstlichkeiten in der Ortschaft Buch, beim Adventstandl. Dieses öffnet um 14 Uhr, neben Kulinarischem gibt es auch Kunsthandwerk, einen Märchenerzähler und natürlich darf auch der Nikolaus nicht fehlen.

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