Die Kreis-CSU will sich vor dem Bürgerentscheid zum Windpark im Forst nicht klar positionieren und auch keine Abstimmungsempfehlung abgeben. Jeder einzelne CSU-Vertreter habe aber seine Meinung und könne diese auch öffentlich kund tun, heißt es in einer Presseerklärung der CSU. Auch wolle man die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises zur Teilnahme an dem Bürgerentscheid am 16. Mai motivieren und eine breite Informationskampagne starten. Das hat der 24-köpfige CSU-Kreisvorstand zusammen mit den 21 Ortsvorsitzenden in einer digitalen Sondersitzung beschlossen, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.
"Auch innerhalb der CSU gibt es Befürworter und Gegner der Windkraft und unter den Befürwortern aber auch Gegner von Windrädern in unserem Ebersberger Forst. Das habe ich als Kreisvorsitzender einer Volkspartei mit über 2000 Mitgliedern, die ein Spiegelbild der Landkreisbevölkerung abgibt, zu respektieren", so Kreisvorsitzender Thomas Huber. Deswegen werde die CSU im Gegensatz zu SPD und Grünen keine pauschale Empfehlung für ein Abstimmungsverhalten abgeben. Die CSU/FDP-Kreistagsfraktion im Ebersberger Kreistag sei "mehrheitlich, nicht einstimmig", der Überzeugung, dass diese fünf Windräder für die Erreichung des Ziels, den Landkreis bis 2030 klimaneutral zu machen, notwendig sind. Dass der landkreisweite Bürgerentscheid zum Windpark stattfindet, geht auf eine Initiative der CSU zurück.
In ihrer Presseerklärung unterstreicht die CSU, man habe "selbstverständlich eine Verpflichtung", die Bürger objektiv über die Vor- und Nachteile einer solchen Entscheidung zu informieren: "Deswegen werden wir in einer Informationskampagne auf der Webseite des CSU-Kreisverbandes und über alle uns zur Verfügung stehenden Kanäle den Bürgerinnen und Bürgern alle uns zur Verfügung stehenden Informationen zur Verfügung stellen und sowohl Befürworter als auch Gegner zu Wort kommen lassen", so Huber.