Bündnis aus Ebersberg:Fahrrad-Protest auf der B 304

Mit einer Sternfahrt zur IAA wollen Radler für bessere Mobilität werben

Jeden Tag des Jahres gehört die B 304 den Autofahrern; in Stoßzeiten kommt man als Fußgänger kaum von der einen auf die andere Straßenseite, so stark ist der Verkehr. Am Samstag, 11. September, soll die Straße hingegen ausnahmsweise mal den Radlern gehören - jedenfalls, wenn es nach den Teilnehmern der Fahrraddemo geht, die von Grafing aus zur Sternfahrt nach München aufbrechen. "Aber leider wissen wir immer noch nicht, ob das klappt", sagt Karl-Heinz Schmeling vom ADFC, der die Gruppe als Versammlungsleiter nach München begleiten wird. Denn noch ist unklar, ob die Sperrung für diesen Zweck erlaubt wird, das wird sich erst im Laufe der nächsten Tage klären.

Mit der Fahrraddemo trommelt der ADFC gemeinsam mit dem Bündnis #Aussteigen für das gemeinsame Ziel: eine grundlegende Mobilitätswende mit mehr Platz fürs Rad, mehr Klimaschutz und weniger Kfz-Verkehr. Von zahlreichen Startpunkten aus der Region und dem Landkreis München radeln bayerische Radfahrerinnen und Radfahrer mit elf Demozügen auf autofreien und polizeigesicherten Strecken in die Landeshauptstadt und schließlich zur Theresienwiese. Zu ihnen stoßen unterwegs Radfahrende, die sich vorab an vier Treffpunkten in München zu weiteren Demozügen sammeln.

Unterwegs gibt es auf allen Strecken zahlreiche Treffpunkte für alle, die sich anschließen möchten. In Grafing startet der Protestzug um 10.55 Uhr am Volksfestplatz, voraussichtliche Abfahrtszeiten an den Zwischenstationen für Zustieg in den Demozug: 11.20 Uhr Reitgesing (B 304, Zufahrt aus Ebersberg); 11.25 Uhr Kirchseeon, Bahnhofvorplatz; 11.55 Uhr Zorneding Maibaum; Pause in Vaterstetten am Bretonischen Ring, Weiterfahrt um 12.40 Uhr; 12.50 Uhr Haar, Münchner Straße; 12.55 Uhr Haar, Wasserburger Landstraße. Nähere Infos und weitere Zusteigestationen sind unter www.adfc-muenchen.de/sternfahrt zu finden. Die Abschlusskundgebung für alle beginnt gegen 15 Uhr auf der Theresienwiese, mit großer Bühne, Bands und prominenten Gästen.

Wie viele Teilnehmer aus dem Landkreis Ebersberg zu erwarten sind, das lässt sich laut Karl-Heinz Schmeling schwer schätzen, schließlich sei das Bündnis der Unterstützer der Aktion groß. An die 200 Radlerinnen und Radler könnten aber, sagt er, schon zusammenkommen.

© SZ vom 08.09.2021 / moo
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