Brenner-Zulauf:Aßlinger Bürgerinitiative begrüßt Trassenauswahl

Viel Kritik hatte die Bahn in der vergangenen Woche für die Auswahl der Trasse für den Brenner-Nordzulauf geerntet, nun gibt es auch positive Stimmen. Die Bürgerinitiative "Schützt Aßling und das Atteltal" weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass durch die Auswahl der Grobtrasse Limone das Landschaftsschutzgebiet und das FFH-Gebiet Attelleiten geschont und das dicht besiedelte Nadelöhr am Aßlinger Bahnhof umgangen werde. "Das wird von uns sowie Hunderten von Aßlinger Bürgern, die unser Positionspapier unterschrieben haben, begrüßt", schreibt Irene Gebhard für die Bürgerinitiative. Einige wichtige Kernziele der Bürgerinitiative würden erfüllt.

Nichtsdestotrotz entstünden durch diese Trassenauswahl große Betroffenheiten an anderen Orten. "Mit dem Ziel, dass Anwohner und Landschaft optimal geschützt werden, tritt unsere Bürgerinitiative ab jetzt für eine Trassenoptimierung im weiteren Planungsverlauf ein", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Dies seien etwa höhere Tunnelanteile an sensiblen Stellen und maximalen aktiven Lärmschutz, wo Untertunnelung technisch nicht möglich sei. Diese Forderungen würden auch dem Koalitionsvertrag der bayerischen Staatsregierung entsprechen, darin heißt es: "Bei einem Ausbau wollen wir maximale Anwohnerfreundlichkeit, das heißt Lärm- und Landschaftsschutz, vorrangig durch eine weitgehend unterirdische Streckenführung."

Die ausgewählte Trasse war in der vergangenen Woche vor allem deshalb heftig kritisiert worden, weil sie durch weitgehend intaktes Bauernland führt. Sie verläuft von Ostermünchen direkt an Niclasreuth und Dorfen vorbei, ehe die neuen Gleise bei Lorenzenberg in einem Tunnel verschwinden. Dieser endet bei Hamberg, von wo aus die Trasse über Schammach und Taglaching bei Kirchseeon wieder mit der Bestandsstrecke zusammengeführt wird.

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