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Bei der Mitgliederversammlung:Kritik an SPD-Vorschlag

FWG Poing hält Weiterbau des Bürgerhauses für "illusorisch"

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in Poing strebt bei den Kommunalwahlen im Frühjahr - neben dem Posten des Ersten Bürgermeisters - mindestens vier Gemeinderatsmandate an. Das hat Bürgermeisterkandidat Günter Scherzl bei der jüngsten Mitgliederversammlung unterstrichen. Auch derzeit sind vier FWG-Mitglieder im Gemeinderat vertreten. Was die Pläne für Poing betreffe, sagte Scherzl: "Symbolpolitik und Schein-Lösungen sind unsere Sache nicht." Die FWG habe in der Vergangenheit viele zukunftsweisende Projekte mit initiiert, unter anderem bei der Sport- und Freiflächengestaltung und bei der Planung der neuen Wohngebiete.

Vor allem Fraktionssprecher Manfred Vodermeier übte laut einer Pressemitteilung der FWG deutliche Kritik an Teilen der Gemeinderatskollegen. "Völlig illusorisch" sei etwa die Forderung der SPD-Fraktion, den zweiten und dritten Bauabschnitt des Bürgerhauses in Angriff zu nehmen, sagte Vodermeier: "Auch wenn wir uns natürlich alle die Erweiterung des Poinger Bürgerhauses sehnlichst wünschen, kostet diese Erweiterung heutzutage bestimmt 25 bis 30 Millionen Euro. Das ist finanziell bei der aktuellen Finanzlage der Gemeinde fast schon unverantwortlich. Das Landratsamt hat ebenfalls deutlich darauf hingewiesen, dass Poing auf seinen Schuldenstand schauen muss!" Ohnehin werde es künftig mehr Platz für Veranstaltungen geben. Im ehemaligen Liebhart-Gebäude seien Vereinsräume entstanden, in der Grundschule an der Karl-Sittler-Straße stehe ebenfalls künftig eine moderne Veranstaltungsaula zur Verfügung. Und auch das neue Gymnasium, so Vodermeier, werde sicher eine moderne Veranstalungsaula erhalten.

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