Baubeginn im Herbst Heizung vom Dach

Stadt Grafing bringt Umbaupläne für neue Kita am Dobelweg voran

In den 1970er Jahren war das Gebäude im Dobelweg 23 als Steinmetzwerkstatt errichtet worden, in den 1990er Jahren mit einer zusätzlichen Etage aufgestockt worden. Die Werkstatt schloss und die Stadt nutzte die Gelegenheit zum Kauf - um Haus und 580-Quadratmeter-Grundstück in eine zweigruppige Kita umzubauen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Bauausschuss nun den Bauentwurf gebilligt.

Seine Devise lautet: Günstig, aber gut. Viele der bestehenden Massivwände können erhalten bleiben. Wo neue Wände eingezogen werden müssen, geschieht dies in Trockenbauweise. Räume mit Sanitäranschlüssen schoben die Planer an die Nordostseite des Gebäudes. Dies würde die Leitungswege einfach und kostengünstig halten, schrieb das Bauamt in der Beschlussvorlage an die Stadträte.

Die Krippengruppe will die Stadt im Erdgeschoss unterbringen. Neben deren Gruppen-, Schlaf- und Sanitärräumen befinden sich in dort auch die Garderobe, Aufwärmküche und der Elternwarteraum. Eine Fassadenöffnung im Erdgeschoss soll sicherstellen, dass genügend Licht ins Gebäude fällt. Die ehemalige Werkstattgarage, so schlugen die Planer vor, soll in einen Kinderwagenabstellraum umfunktioniert werden. Das Obergeschoss ist für die Kindergartengruppe vorgesehen. Die abgehängte Decke wird ebenso zurückgebaut, wie einige durchlaufende Wände. Das mache zum Beispiel höhere gelegene Spielebenen im Nebenraum möglich, erklärte Yvonne Magdon aus dem Bauamt. Zusammen liegt die Nutzungsfläche bei 335 Quadratmetern.

In beiden Etagen wird eine Fußbodenheizung verlegt. Weniger, weil sich der Boden damit besonders gut anfühlt: Die neue Heizungsanlage kombinierten die Planer mit einer Solaranlage auf dem Dach. Dies soll, im Vergleich zur reinen Gasheizung, etwa 40 Prozent der Energiekosten einsparen.Eine komplette Überarbeitung ist für die Außenanlagen vorgesehen. Eine Terrasse wird verlegt, Sträucher gepflanzt, Grünflächen geschaffen und Spielgeräte angeschafft. Die drei erforderlichen Stellplätze entstehen parallel zum Dobelweg. So lässt sich das Gebäude komplett umzäunen und niemand kann so einfach wegrennen.

Preislich summiert sich all das dennoch auf: Die Kostenschätzung liegt bei knapp 1,2 Millionen Euro. Knapp 900 000 Euro schießt der Freistaat in Form seines "Investitionsprogramms Kinderbetreuungsfinanzierung" zu. Verläuft alles nach Plan, sollen die Umbauten zum Jahresende starten und die Kita zu Beginn des Kindergartenjahres 2020 in Betrieb gehen.