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Bauausschuss :Funkmast genehmigt

Nördlich des Ottersberger Wegs darf eine 45 Meter hohe Anlage errichtet werden

Eine überzeugende Mehrheit war es nicht, die in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses für die Errichtung eines Mobilfunkmasts nördlich des Ottersberger Wegs stimmte. Zu groß erschien einigen Gemeinderäten die Anlage, zu mächtig auch die dazu gehörende Technikeinheit. Baurechtlich aber, erläuterte Bauamtsleiter Martin Schmidt-Roschow, stehe der Errichtung der Anlage und zweier Parkplätze nichts entgegen, so dass eine Ablehnung durch die Gemeinde wohl keine Wirkung hätte und die Genehmigung durch die Baubehörde ersetzt worden wäre.

45 Meter hoch soll der Mast werden, der von einem namhaften Mobilfunkanbieter beantragt worden ist. Zu stehen kommt er auf einem privaten Grundstück gegenüber dem Poinger Geothermiehäuschen, an der Ecke Ottersberger Weg und der Verlängerung der Griesfeldstraße. Welches Mobilfunkunternehmen den Masten errichten möchte, ist aus Datenschutzgründen nicht bekannt gemacht worden. Nach der mit sechs zu vier Stimmen im Ausschuss gefällten positiven Entscheidung sollen nun aber das Bergamt der Regierung von Oberbayern und auch die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt in den weiteren Genehmigungsprozess eingebunden werden.

Da es in dem betreffenden Bereich Ende 2016 und 2017 zu drei kleineren Erdbeben gekommen war, möchte man in der Gemeinde sicher gehen, was die Standfestigkeit des Mobilfunkmasts angeht, eventuell sei ein besonderes Fundament zur Absicherung nötig, erklärte der Bauamtsleiter. Die Untere Naturschutzbehörde soll eine mögliche Auswirkung auf die in der Umgebung beheimateten Bodenbrüter überprüfen, die in den baumlosen Feldern und Äckern ihre Nester haben. Ein Mast dieser Höhe könne möglicherweise als Ansitz für Raubvögel dienen, der für Feldlerchen oder andere Bodenbrüter einen zusätzlichen Stressfaktor darstellen könne.

Für Unmut im Ausschuss sorgte die Vermutung, das durch den Mast auf Plieninger Grund vor allem die ohnehin ungeliebten neuen Wohngebiete beim Nachbarn Poing versorgt werden sollen. Vermutlich werden aber auch Plieninger Bürger von einer besseren Netzversorgung profitieren.