Öffentlicher Nahverkehr im Landkreis EbersbergEinfach so

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Nach mehr als neun Monaten ist der Bauzaun vor dem Aufzug am Baldhamer Bahnhof plötzlich verschwunden.
Nach mehr als neun Monaten ist der Bauzaun vor dem Aufzug am Baldhamer Bahnhof plötzlich verschwunden. Peter Hinz-Rosin

Laut Bahn war die Demo am Baldhamer Aufzug nicht ursächlich für dessen schnelle Inbetriebnahme. Offiziell ist der Lift übrigens noch gesperrt – zumindest sagt das die Durchsage im Zug.

Ende vorvergangener Woche protestierten auf Einladung des Vaterstettener Behindertenbeauftragten Jens Möllenhoff gut 200 Leute gegen die Dauersperrung des Baldhamer Bahnhofsaufzuges, genau sieben Tage später fuhr der Lift wieder – nachdem er zuvor mehr als neun Monate wegen Sanierung außer Betrieb war. Hat die öffentliche Empörung also die Deutsche Bahn zu mehr Eile angestachelt? Nein, heißt es von der dortigen Pressestelle, man sei einfach so eben schneller fertig gewesen als gedacht.

„Wir haben in den vergangenen Wochen intensiv daran gearbeitet, den Aufzug wieder an den Start zu bringen – unabhängig von der Demonstration vor Ort“, so der Wortlaut der Presseauskunft. Weiter heißt es: „Wir bedauern, dass die Anlage unseren Fahrgästen länger als ursprünglich geplant nicht zur Verfügung stand.“ Konkret wurde als Termin für die Wiederinbetriebnahme nach der Stilllegung im vergangenen November erst April, dann Juli und zuletzt frühestens Mitte September genannt.

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Der seit Monaten gesperrte Aufzug am Baldhamer Bahnhof ist nun überraschend schnell fertig geworden – eine Woche nach einer Demonstration gegen die Dauersperrung.

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Für die Verzögerungen nannte die Bahn in früheren Mitteilungen etwa Verzögerungen bei der Planung und bei Genehmigungen. „Zuletzt stand noch der Anschluss des Notrufs aus“, schreibt die Pressestelle in ihrer aktuellen Mitteilung, und verweist darauf, dass ein Aufzug ohne Notruf „aus Sicherheitsgründen nicht in Betrieb gehen“ kann. Indes: „Vergangene Woche gelang es, einen funktionierenden Notruf sicherzustellen.“ Zwar seien immer „noch weitere kleinere Arbeiten an der Anlage nötig, die jedoch keine Auswirkungen auf den Betrieb des Aufzugs haben sollten“, so die Pressestelle weiter.

Warum es nun aber plötzlich so schnell gegangen ist mit dem – wenn auch noch nicht ganz fertigen – Notruf, schreibt die Pressestelle nicht. Allerdings scheint die Geschwindigkeit beim Einbau des demnächst restlos fertiggestellten Notrufsystems auch die eigene Firma überrascht zu haben: Noch am Dienstag informierte die Durchsage in der S-Bahn darüber, dass der Aufzug in Baldham derzeit nicht in Betrieb sei.

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