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Ausschuss Ebersberg:Dann spielt mal schön

In der Kreisstadt sollen die Freizeitflächen aufgewertet werden

Die Spielplätze in der Kreisstadt sollen besser werden - und mehr. Dies hat der Umwelt-, Sozial- und Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Grundlage ist ein Antrag der Fraktion von Pro Ebersberg, der nicht nur einstimmige Unterstützung fand, sondern auch noch einige Ergänzungen.

Beantragt hatte die Fraktion, dass die Stadt ein Spielplatzkonzept erarbeiten soll. Als erster Schritt seien Zustand, Ausstattung und Auslastung der Flächen zu ermitteln. Danach sollen möglicher Sanierungs- und Erweiterungsbedarf untersucht werden, auch wo neue Standorte möglich und sinnvoll sind, ist Teil der Prüfung. Besonders für die Stadtteile südlich der Bahn bestehe hier "seit langem erheblicher Handlungsbedarf", so der Antragstext, den Dominic Mayer im Ausschuss vorstellte. Beantragt wurde auch, die Öffnungszeiten der Sportfläche an der Mittelschule zu verlängern.

Grundsätzlich seien alle Punkte in dem Antrag sinnvoll, sagte Bürgermeister Ulrich Proske (parteilos), allerdings nicht unbedingt sofort umsetzbar. So brauche es, bevor man einen neuen Spielplatz südlich der Bahn eröffnen könne, einen sicheren Übergang im Westen des Bahnhofes. Derzeit gebe es nur den unbeschrankten Übergang in der Ringstraße, "eventuell muss man eine Fußgängerunterführung bauen". Ebenfalls immer ein Thema, wenn es um Spielplätze geht, seien Beschwerden der Anwohner, das müsse man bei der Standortauswahl berücksichtigen.

Nicht zuletzt scheitere der Bau neuer Spielplätze oft am Fehlen geeigneter Grundstücke, sagte Peter Hölzer vom Amt für Familie und Kultur. Aber einige der im Antrag geforderte Dinge seien entweder bereits umgesetzt oder in Planung. So würden alle städtischen Spielplätze wöchentlich abgefahren und auf ihren Zustand hin untersucht. Zweimal im Jahr gebe es zusätzlich noch den sogenannten "Rüttel-Test", bei dem die Spielgeräte intensiv auf Stabilität und Standfestigkeit untersucht würden.

Auch einige Erweiterungen und Sanierungen seien bereits in Vorbereitung. So bekommt der Spielplatz neben der Kita am Volksfestplatz demnächst ein Spielhaus, in der Böhmerwaldstraße wird derzeit die Rutsche ausgetauscht und der Basketballplatz soll heuer ebenfalls erneuert werden. Auch die Hangel-Seilbahn in der Hupfauer Höhe soll erneuert werden, was allerdings von der Haushaltslage abhänge, die "Tarzan-Bahnen" seien nämlich einigermaßen hochpreisig.

Trotzdem solle man den Plan, auch südlich der Bahn einen Spielplatz zu bauen unbedingt weiterverfolgen, sagte Marina Matjanovski (CSU). Sie erinnerte auch daran, dass dies auf Antrag ihrer Fraktion vor einigen Jahren sogar schon beschlossen worden war. Matjanovski schlug als Ergänzung zum Antrag von Pro Ebersberg noch vor, dass bei neu angelegten Spielplätzen auf die Barrierefreiheit geachtet werden sollte.

Auch Stefan Mühlfenzl (SPD) lobte den Antrag: "Das ist wirklich etwas 'Pro Ebersberg', ihr macht Eurem Namen alle Ehre." Er regte aber an, statt "Spielplatz-Konzept" lieber ein "Freizeitplatz-Konzept" zu erstellen. Denn wenn man einen geeigneten Platz gefunden habe, sollten dort auch Sportaktivitäten möglich sein. Auch gebe es schon länger den Wunsch nach einem Dirt-Park beziehungsweise Pump-Track für Mountainbiker und BMXler. Susanne Schmidberger (Grüne) erklärte ebenfalls ihre Unterstützung für den Antrag, wichtig sei "keine Alibi-Spielplätze, sondern etwas Richtiges zu schaffen".

Ohne weitere Diskussion und ohne Gegenstimmen wurde der Antrag für das Spielplatzkonzept anschließend beschlossen.

© SZ vom 10.06.2021 / wkb
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