OrtsgeschichteAus der Kriegsgefangenschaft in den Tod

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Als dieses Bild aufgenommen wurde, 1948 auf der Kriegsgräberstätte in Oberelkofen, waren die Wunden, die der Krieg geschlagen hatte, noch ganz frisch. Das Denkmal erinnert an das Eisenbahnunglück 1945 bei Aßling.
Als dieses Bild aufgenommen wurde, 1948 auf der Kriegsgräberstätte in Oberelkofen, waren die Wunden, die der Krieg geschlagen hatte, noch ganz frisch. Das Denkmal erinnert an das Eisenbahnunglück 1945 bei Aßling. Stadtarchiv Grafing

Vor 80 Jahren kommt es bei Grafing zu einem der größten Eisenbahnunglücke Deutschlands: Etwa 100 ehemalige Wehrmachtssoldaten sterben, als zwei Züge aufeinanderprallen – ausgerechnet auf dem frühen Heimweg aus der Kriegsgefangenschaft.

Von Thorsten Rienth, Aßling

Die Mütter, Frauen, Schwestern aus dem Rheinland und Westfalen haben die guten Nachrichten aus Süddeutschland bereits erhalten. Ihre Söhne, Männer, Brüder haben die Entlassungsscheine aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft in den Taschen. Nur der Stempel fehlt noch. Was für ein Glück so wenige Wochen nach dem Kriegsende!

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Aßlinger Autor
:Sittengemälde eines Dorfs im Ausnahmezustand

Simon Viktor schreibt einen beeindruckenden Roman, der die wahre Geschichte des Zugunglücks zwischen Aßling und Elkofen von 1945 in einem fiktiven Plot erzählt. Das Debüt ist sprachlich brillant, erfüllt aber auch einen hohen kulturwissenschaftlichen Anspruch.

Von Thorsten Rienth

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