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Aschheim/Vaterstetten:Ausbau der A 99 geht weiter

Arbeiten zwischen Aschheim und Kirchheim starten Anfang 2023

Von Irmengard Gnau, Aschheim/Vaterstetten

Bis zu 150 000 Fahrzeuge rauschen täglich über die A 99 und machen den Autobahnring um München damit zu einer der meistbefahrenen Strecken in Mitteleuropa. Um den Verkehr aufzufangen, hat die Politik den Ausbau der Autobahn beschlossen. Inklusive zweier Seitenstreifen sollen zwischen Haar und dem Autobahnkreuz München-Nord insgesamt zehn Fahrbahnen all die Lastwagen, Lieferfahrzeuge und Autos flüssig um die Landeshauptstadt herumleiten. Dabei wird der Lärmschutz verbessert. Für die Autobahnnutzer ebenso wie die anliegenden Kommunen bedeutet das aber auch: Auf Jahre gibt es entlang der Strecke Einschränkungen durch Großbaustellen. Mit dem Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Aschheim/Ismaning und Kirchheim geht der Ausbau nun in die nächste Runde.

Dabei profitieren die Verantwortlichen heute von der vorausschauenden Planung ihrer Vorgänger. Im Osten Münchens wurde die A 99 Ende der Siebzigerjahre mit je vier Spuren in jede Richtung gebaut, zusätzlich aber mit einem extra breiten Mittelstreifen versehen. Diesen Platz kann die Autobahn GmbH nun nutzen, um die Strecke auf zehn Spuren zu erweitern. Die A 99 bleibt also so breit wie sie hier schon ist; lediglich die Entwässerung muss neu konstruiert werden, denn diese lief bislang über den Mittelstreifen. Nun wird das Regenwasser nach außen geleitet und versickert dort nach neuestem Stand der Technik. Deshalb werden auch an den Außenrändern der Autobahn bestimmte Arbeiten notwendig, wie Daniel Schmidt von der Autobahn-Außenstelle München-Maisach im Aschheimer Gemeinderat erklärte.

Insgesamt erstreckt sich dieser zweite Bauabschnitt über etwa 3,4 Kilometer und ist damit deutlich kürzer als der erste vom Kreuz München-Nord bis Aschheim/Ismaning, der Ende 2019 fertig geworden ist und etwa 170 Millionen Euro gekostet hat. Dennoch haben die Planer auch für dieses Projekt mehrere Jahre veranschlagt, die Hauptbauzeit wird voraussichtlich von Januar 2023 bis Ende 2024 sein. Denn auch auf diesem Abschnitt haben einige Bauwerke nicht genügend Kraft für die künftigen Belastungen. Drei Brücken auf Aschheimer Gebiet müssen abgerissen und ersetzt werden: die Brücke der Erdinger Straße, der Staatsstraße 2082 sowie die Brücke über die Weidachstraße/Am Abfanggraben.

© SZ vom 04.05.2021
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