Ebersberg:Es gibt Arbeit

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Die Angebote auf dem Stellenmarkt entwickeln sich im Gegensatz zum vergangenen Jahr wieder nach oben. Der Ukraine-Krieg könnte aber dämpfende Effekte auf den regionalen Jobmarkt haben.

Die gute Nachricht vorneweg: Die Nachfrage nach Personal ist in der Region weiterhin hoch. Arbeitskräfte werden gesucht. Im März 2022 informierten die ansässigen Unternehmen im Bereich der Arbeitsagentur Freising, die auch für den Landkreis Ebersberg zuständig ist, über 978 neu zu besetzende Arbeitsstellen. Insgesamt 6005 Arbeitsangebote wurden im Stellenpool der Agentur für Arbeit gelistet, 2177 offene Stellen mehr als im März vor einem Jahr und 1161 mehr als zu Pandemiebeginn im März 2020. Den größten Personalbedarf meldeten dabei die Bereiche Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit, gefolgt von Kaufmännischen Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus. In all diesen Bereichen zusammen wurde im März Personal für 987 offene Stellen gesucht.

Zum Großteil sei die Belebung auf saisonalen Effekte zurückzuführen, erklärt Nikolaus Windisch, Chef der Agentur für Arbeit Freising. Das Wetter war gut, also konnten in den witterungsabhängigen Branchen wie dem Bauhauptgewerbe, im Dachdeckerhandwerk, im Garten- und Landschaftsbau und im Gerüstbau nach der Winterpause die Arbeiten wiederaufgenommen werden.

Etwas besser als in den Landkreisen Erding, Freising und Dachau entwickelt sich die Arbeitslosenzahl im Landkreis Ebersberg. Sie ging im März um 107 Personen zurück. Mit insgesamt 1598 Frauen und Männern, die als arbeitslos gemeldet waren, sank damit die Quote um 0,2 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Wert im Bezirk der Agentur für Arbeit Freising. Sie liegt jetzt genauso hoch wie im März 2020, zu Beginn der Pandemie. Im März vor einem Jahr lag sie noch bei 2,6 Prozent.

257 Stellen sind nach Auskunft des Arbeitgeber-Services im März neu gemeldet. Insgesamt sind 1688 Arbeitsangebote im Stellenpool der Arbeitsagentur für den Landkreis aufgelistet. Das sind 584 Stellen mehr als noch im März 2021.

Auch für den Ausbildungsmarkt sind die Nachrichten nicht schlecht. Seit dem Beginn des Berufsberatungsjahres am 1. Oktober vergangenen Jahres meldeten die Betriebe - wie auch im Vorjahreszeitraum - 567 zu besetzende Berufsausbildungsstellen im Landkreis. 361 davon waren im März noch unbesetzt. 429 Jugendliche suchten bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Ebersberg Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz, zwölf weniger als im Jahr zuvor. 258 Jugendliche hatten im März aber noch keine berufliche oder schulische Perspektive gefunden

Ungetrübt ist der Blick in die Zukunft natürlich nicht. Durch den Ukraine-Krieg werden bundesweit wirtschaftliche Belastungen durch Lieferkettenstörungen und Energiepreiserhöhungen erwartet. "Ob und inwieweit diese Entwicklungen auch einen dämpfenden Effekt auf den regionalen Arbeitsmarkt haben werden, ist im Moment noch nicht absehbar", sagt Nikolaus Windisch.

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