Die Poinger Polizei ermittelt in drei Fällen von möglicher Tierquälerei, die sich am Sonntag und Montag in Anzing, Poing und Vaterstetten ereignet haben. Betroffen waren jeweils Pferde. Zwei Verdächtige konnten bereits aufgegriffen werden. Bei der Fahndung nach dem dritten bittet die Polizei um Mithilfe aus der Bevölkerung. Die Tiere kamen in allen Fällen nach bisheriger Kenntnis nicht zu Schaden.
Der erste Fall ereignete sich am frühen Sonntagmorgen im Anzinger Ortsteil Garkofen. Gegen 3.45 Uhr verschaffte sich ein Unbekannter Zugang zu einer Pferdebox. Was er dort genau tat, teilt die Polizei nicht mit. Der Vorfall wurde aber durch die Auswertung von Überwachungskameras festgestellt, weshalb auch eine Beschreibung des Verdächtigen vorliegt.
Dieser soll etwa 1,75 Meter groß und von mittlerem Alter sein, er hat graue, längere Haare, die zu einem Pferdeschwanz gebunden sind, und trug eine kurze Cargohose. Außerdem hat er einen auffallend dicken rechten Knöchel. Hinweise nimmt die Poinger Polizei unter 08121/9917-0 entgegen.
Am Sonntagabend ereignete sich der nächste Fall auf einem Pferdehof im Osten von Poing. Hier machte sich zwischen 22.15 Uhr und 22.30 Uhr ein Mann an einem Pony zu schaffen, auch dieser Vorfall wurde durch die Videoüberwachung entdeckt. Bei der Fahndung fiel einer Polizeistreife ein in der Nähe des Hofes abgestelltes Auto auf, das sich später entfernte. Über das Kennzeichen konnte ein 63-Jähriger aus Baden-Württemberg als Tatverdächtiger ermittelt werden.
Auch im letzten Fall, der sich am Montag gegen 14.30 Uhr im Norden von Vaterstetten zutrug, wurde der Verdächtige über das Autokennzeichen herausgefunden: Hier soll ein 89-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis ein Pferd „unsittlich berührt haben“, wie es im Polizeibericht heißt. Er kommt jedoch, wie auch der 63-Jährige aus Poing, laut Polizei nicht für den Vorfall in Anzing infrage.


