Am Samstag Zeit für Heiterkeit

"Er ist der große Dünne und ich bin der kleine Dicke": Stefan Pillokat und Emmeran Heringer stehen seit 20 Jahren zusammen auf der Bühne.

(Foto: Veranstalter)

Stefan Pillokat alias Clown Torf spielt mit seinem Kollegen Rigol und einem Quartett in Markt Schwaben

Von Manuel Kronenberg, Markt Schwaben

Ein ganz pfiffiger Markt Schwabener wird am Wochenende in der Theaterhalle am Burgerfeld wieder eine Menge Blödsinn machen. Der Clown nennt sich Torf - und kommt nicht alleine: Sein schelmischer Kollege Rigol und die Neurosenheimer, ein vierköpfiges "Heimatensemble", werden auch dabei sein. Gemeinsam wollen sie am Samstag, 23. Februar, ein großes Spektakel veranstalten, bei dem kein Auge trocken bleibt.

Der Spaßvogel mit dem Namen Torf heißt eigentlich Stefan Pillokat, auch bekannt als Clown Pippo. Als solcher bereitet er vor allem den ganz Kleinen große Freude. Doch nicht nur Kinder möchte Pillokat zum Lachen bringen, das wäre ja zu einfach. Auch Erwachsenen möchte er zeigen, was wahre Gaudi bedeutet - doch das ist sicher schwieriger als bei Kindern, oder? Die Lösung liegt für Stefan Pillokat darin, sich mehr Zeit zu nehmen - generell bei allen möglichen und alltäglichen Dingen, vor allem aber auch für ausgelassene Heiterkeit. "Die Welt braucht mehr echte Gaudi, vorlaute Deppen gibt es schon genug", schreibt der Markt Schwabener Clown in der Ankündigung für den Samstagabend. Denn das Problem sei, dass man sich Zeit nehmen und auf die Dinge einlassen müsse, um wirklich Spaß zu haben. Und genau das funktioniert seiner Meinung nach oftmals nicht. Weil das Tempo im Alltag so hoch sei. "Man eilt von einem zum nächsten, und dabei an allem Möglichen vorbei." Etwa daran, ein Gespräch zu führen, sich Zeit für die Kinder zu nehmen, oder mal einem Witz zu lauschen, auch wenn es etwas länger dauere bis zur Pointe.

Aus diesem Grund will sich Pillokat am Samstag als Clown Torf zusammen mit Rigol und den Musikanten besonders viel Zeit nehmen. "Dieser Abend bildet einen Gegenpol zu der ganzen Hektik", sagt Pillokat. "Wir werden unseren Witzen die Zeit geben, die sie brauchen. Und ich bin mir sicher, dass die Neurosenheimer auch das ein oder andere Lied spielen werden, das ganz langsam daherkommt. Einfach, weil es so gehört."

Pillokat ist ein Fan der Neurosenheimer. Weil die Musikgruppe aus wunderbaren Multiinstrumentalisten bestehe, die ganz besondere bayerische Musik machten, sagt er. Der Clown und die Neurosenheimer haben sich einst bei einer Veranstaltung kennen und schätzen gelernt: Bereits drei Mal sind sie seither gemeinsam aufgetreten. Immer wieder mit dabei ist Clowns-Kollege Emmeran Heringer alias Rigol. "Letztens haben wir festgestellt, dass wir schon seit 20 Jahren zusammenarbeiten", sagt Pillokat über seinen Freund aus Rosenheim. "Er ist der große Dünne und ich bin der kleine Dicke. Insofern ist das eine klassische Mischung, bei der das Zusammenspiel perfekt passt." Und eines kann Pillokat kaum erwarten: sich einen ganzen Abend lang Zeit zu nehmen, um nach Herzenslust Quatsch zu machen. "Ich freue mich am meisten auf unseren Blödsinn", sagt er und lacht. Aber auch auf das Markt Schwabener Publikum: Es sei nämlich schön, auf der Bühne zu stehen und zu sehen, wie die eigene Clowns-Vorführung mit Körper, Hand und Fuß bei den Leuten ankomme. "Das ist einfach immer toll, wenn man dann sieht: Wir treffen voll ins Schwarze."

"Rigol & Torf" und die "Neurosenheimer": Bayerische Musik und Clownerie, im Theater am Burgerfeld in Markt Schwaben, am Samstag, 23. Februar, um 20 Uhr (Einlass und Abendkasse von 19 Uhr an). Der Eintritt kostet 22 Euro. Tickets im Vorverkauf gibt es im Büro des Theatervereins im Rathaus, unter (08121) 224 22, per Mail an karten@theater-marktschwaben.de oder unter www.theater-marktschwaben.de.