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Aktualisierung nach neun Jahren:Grüne fordern neuen Plan

Kirchseeoner Gemeinderatsfraktion will Klimaschutzkonzept überarbeiten

Seit gut neun Jahren hat die Marktgemeinde ein Energie- und Klimaschutzkonzept, nun finden die Grünen, ist es Zeit für eine Aktualisierung. Dei Grüne Liste Kirchseeon hat für die Gemeinderatssitzung am Montag, 26. Oktober, eine Überarbeitung und Aktualisierung des bestehenden integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes vom Oktober 2011 beantragt. Unter anderem soll es künftig einen klar formulierten Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen geben.

Das bestehende Klimaschutzkonzept sei nicht mehr auf dem aktuellen Stand und bedürfe einer Überarbeitung, heißt es in der Begründung. Die Antragsteller erinnern an das Energiewende-Ziel, das sich der Landkreis Ebersberg und die Gemeinde Kirchseeon gesetzt haben, bis 2030 auf die Nutzung fossiler Energieträger zu verzichten. Zudem habe der Marktgemeinderat vergangenes Jahr Kirchseeon zur Klimaschutzregion erklärt und sich damit dazu verpflichtet, die gesetzten Klimaschutzmaßnahmen zu überprüfen und festzustellen, ob diese Maßnahmen tatsächlich sicherstellen, dass die Klimaziele bis 2030 erreicht werden können.

Deshalb, so die Grünen, sollten sich Gemeinderat, Verwaltung, Klimaschutzmanagerin und der AK-Energie austauschen und schnellstmöglich über ein gemeinsames Vorgehen entscheiden. Dabei sollen die CO₂-Bilanz, potenzielle Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen sowie der Ausbau erneuerbarer Energien im Fokus stehen, sowie neue, verbindliche Ziele und Maßnahmen definiert werden. "Es ist wichtig, dass die Bestandsaufnahme aktualisiert wird, damit dann ein Maßnahmenkatalog entwickelt werden kann, wie der CO₂-Ausstoß in unserer Gemeinde reduziert werden kann und soll" schreiben Andrea Oberhauser-Hainer, Natalie Katholing, Rüdiger Za, Bettina Moder, Susanne Höpler und Bernhard Buckl in ihrem Antrag. Die Fraktion ist sich auch bewusst, dass dies die Gemeindekasse etwas kosten dürfte: "Nach unserer Recherche beim zuständigen Bundesministerium kann die Gemeinde Kirchseeon leider nicht erneut mit Fördermitteln rechnen."

© SZ vom 19.10.2020 / SZ

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