Der Liedermacher Estéban Cortez wird am 2. Mai nicht auf Einladung der AfD im Wendland-Haus in Hohenlinden auftreten. Er habe den Auftritt von sich aus abgesagt, teilte ein Sprecher des Bayerischen Verwaltungsgerichts München am Montag mit. Eine juristische Auseinandersetzung zwischen der AfD und der Gemeinde Hohenlinden ist somit beendet. Laut Gericht wurde das Verfahren durch die AfD für erledigt erklärt und schließlich mit Zustimmung der Gemeinde eingestellt.
Die AfD war vor Gericht gezogen, nachdem sich die Gemeinde geweigert hatte, ihr einen Mietvertrag für die Konzertveranstaltung zu geben, mit der sich die AfD nach eigenen Angaben bei ihren Wählerinnen und Wählern bedanken wollte. Die Gemeindeverwaltung hatte sich dabei auf eine Passage in den Nutzungsbedingungen für die Halle bezogen. Nutzern, „die dem Ansehen der Gemeinde schaden können“, kann demnach die Vermietung verweigert werden. Zu ihrem Urteil, dass das hier der Fall sein könnte, waren die Fachleute aus der Gemeindeverwaltung gekommen, nachdem sie sich die Darbietungen des Künstlers im Internet angehört hatten. Cortez’ Lieder bedienen islamfeindliche Narrative, Verschwörungstheorien und klassische rechte Feindbilder, vorwiegend tritt er bei AfD- und „Querdenker“-Veranstaltungen auf.


