In einer ersten Version hatte Leonhard Spitzauer noch eine Leberkässemmel mit im Blister-Pack. „Aber dann habe ich mir überlegt, dass es doch etwas Bürgermeisterlicheres sein sollte“, sagt der Vaterstettener Rathauschef und lacht. Also ist der Actionfigur Spitzauers neben Hündin Bella und dem unverzichtbaren Handy nun eben eine Sitzungsglocke beigelegt – natürlich nur virtuell. Denn die Spitzauer-Actionfigur gibt es nicht zu kaufen, sie ist ein Produkt der KI-Anwendung Chat-GPT.
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Wer am Wochenende beispielsweise auf Instagram unterwegs war, konnte diesen Trend nicht ignorieren: Menschen aller Berufsgruppen ließen sich als Actionfiguren generieren, immer dabei einige für den Beruf typische Zubehörteile. Und weil, wie es Spitzauer formuliert, gerade so etwas wie ein „Osterloch“ herrscht, also auch die Politiker im Landkreis nicht ganz so stark mit Terminen eingespannt sind wie sonst, hat er eben auch mitgemacht: „Es ist schon ein bisschen ein Schmarrn“, sagt er – aber eben ein lustiger.
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Auch die Anzinger Bürgermeisterin Kathrin Alte gibt es als Actionfigur, dabei hat sie ein bisschen rumschrauben müssen, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden war. „Die Frisur passt einigermaßen, das Gesicht ist nicht so gut getroffen“, sagt sie kritisch. Außerdem verpasste ihr die KI in der ersten Version einen Hosenanzug, die hat sie durch eine Jeans mit Schlag und hellblauen Blazer ersetzt. Wie bei Spitzauer gehört bei ihr das Handy zum Zubehör: Dass man das ständig in der Hand habe, sei eine „Berufskrankheit“, sagt Alte. Daneben hat sie sich das Anzinger Rathaus und den Schriftzug vom BRK, ihr wichtiges Ehrenamt, virtuell dazupacken lassen. Die Reaktionen seien positiv, sagt Alte, einige hätten sogar gefragt, ob es die Figur wirklich im Handel gebe. Vor allem aber haben sie die Reaktionen ihrer Kinder bestärkt, das Ergebnis auch auf Instagram zu posten. Der 14-jährige Sohn und die zwölfjährige Tochter fanden die virtuelle Figur „nicht schlimm“ – ein größeres Kompliment kann es von Teenagern ja kaum geben.

