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Abstriche an der Größe:Anzing spart ein

Der Bau des Kinderhauses wird 2,7 Millionen billiger als geplant

Der Bau des neuen Kinderhauses nordwestlich der Anzinger Grundschule wird nach aktuellem Stand knapp 2,7 Millionen günstiger als geplant. Damit stehen die Kosten nun bei 10,6 Millionen Euro. Das gab der Bürgermeister in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bekannt. Zunächst kalkulierte die Gemeinde mit 13,3 Millionen Euro. Die Einsparungen kamen zu Stande, nachdem sich der Gemeinderat auf eine Überarbeitung der Baupläne geeinigt hatte: Einer neuen Bevölkerungsprognose des Landratsamtes zufolge wird die Gemeinde nicht so stark wachsen, wie für die ursprüngliche Planung angenommen. Bereits Anfang April wurde deshalb beschlossen, das Kinderhaus ohne Keller zu bauen und die Kinderbetreuung mit einer Gruppe pro Betreuungsjahr anstatt zwei Gruppen zu planen. Der Bau wird dadurch um 2,4 Millionen Euro günstiger.

Zusätzlich hat der Gemeinderat nun über weitere Einsparungsmöglichkeiten entschieden. So wurden zum Beispiel die Pläne zur Beleuchtung geändert, womit die Gemeinde 29 786 Euro spart, und auch an den Freianlagen gibt es einige Reduzierungen, was einer Ersparnis von 17 582 Euro entspricht - hier herrschte mit fünf Gegenstimmen am meisten Unstimmigkeit. Der größte Einsparungsposten geht auf einige Treppen zurück, die laut geänderten Plänen nicht mehr eingehaust werden: Die Gemeinde zahlt dadurch 101 483 Euro weniger. Einzig die Möglichkeit, 59 500 Euro durch den Verbau von Holz- statt Holz-Alu-Fenstern einzusparen, wurde mit 15:1 Stimmen abgelehnt. Insgesamt beschloss der Gemeinderat kleinere Einsparungen in Höhe von 226 268 Euro zuzüglich 15 Prozent Nebenkosten.

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