Fünf für München:Nach Kenia, ins Dschungelcamp, zur Inthronisation

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Fünf für München: Verena Kerth ist nach Australien gereist und bereitet sich aufs Dschungelcamp vor.

Verena Kerth ist nach Australien gereist und bereitet sich aufs Dschungelcamp vor.

(Foto: Hannes Magerstaedt/Getty Images)

Simona Erdt-Obewhere leistet Entwicklungshilfe, Verena Kerth will Königin werden, Erol Soy und Ludmilla Fischbeck sind Faschingsprinzenpaar - unsere Münchnerinnen und Münchner der Woche.

Von Philipp Crone, Sonja Niesmann und Martina Scherf

Ins Dschungelcamp gehen

München ist bei der am Freitag startenden Staffel des Dschungelcamps auf RTL prominent vertreten. Drei von zwölf Kandidaten kommen von der Isar. Bei der Sendung, in der frühere Klatsch- oder gar echte Größen sich gegen das Essen von Kröten, Fischaugen und anderen gemeinhin als ekelhaft empfundenen Speisen eine Gage verdienen können, sind neben Claudia Effenberg, Ex-Gattin des Ex-Fußballers Stefan Effenberg, und Model Papis Loveday auch Verena Kerth, 41, Ex-Freundin des Ex-Fußballers Oliver Kahn, vergangene Woche nach Australien gereist und dort derzeit in Vorbereitung auf das Camp.

Vorab läuft das gewohnte Medienspiel: Die Kandidaten geben sich siegessicher und als Teamplayer, der Boulevard versucht hingegen, bereits Zwietracht zu säen. So hat Bild etwa die vermeintliche Gagenliste der Kandidaten veröffentlicht, laut der Kerth nur 30 000 Euro, Effenberg aber gar 500 000 Euro verdienen soll. Kerth hat dafür allerdings "den besten Ratgeber an meiner Seite", wie sie der SZ aus Australien schreibt. Ihr Lebensgefährte, der Sänger Marc Terenzi, zuvor mit Sarah Connor und Jenny Elvers liiert, wurde 2017 Dschungelkönig. Im Laufe der Tage müssen sich die Kandidaten diversen Prüfungen unterziehen und dabei versuchen, eine möglichst gute Figur zu machen, um von den Zuschauern nicht rausgewählt zu werden.

Kerths Prognose zum Verlauf des Camps: Das Duell mit Effenberg entscheide sie natürlich für sich, denn "nur eine Königin hat einen König zu Hause". Und Loveday würde sie den Sieg zwar von ganzem Herzen gönnen, "wenn ich nicht selbst gewinnen wollen würde".

Weitergehen

Fünf für München: Ex-Landtagsabgeordnete Isabell Zacharias arbeitet nun als Stiftungsmanagerin.

Ex-Landtagsabgeordnete Isabell Zacharias arbeitet nun als Stiftungsmanagerin.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Isabell Zacharias, Ex-Landtagsabgeordnete aus München, hat einen neuen Job, sie arbeitet nun als Managerin bei der Münchner Stiftung VFS Vielfalt. Fördern. Stiften. Das Projekt HospizHaus des Lebens, bei dem sie die vergangenen drei Jahre war, sei nun "auf bestem Wege", teilte sie mit, sie sei stolz, "ein wenig das Tabuthema Sterben und Tod in die Öffentlichkeit gebracht zu haben". Zacharias saß von 2008 bis 2018 für die SPD im Bayerischen Landtag. Bei der Wahl im Herbst 2018 schnitt die SPD so schlecht ab, dass die profilierte Bildungspolitikerin den Wiedereinzug ganz knapp verpasste.

Zu Fuß gehen

Als vor rund zwei Jahren der Haupteingang zur Von-der-Pfordten-Grundschule verlegt wurde, hatten Eltern Angst, dies könne die Schulwegsicherheit gefährden. Offenbar haben sich die Befürchtungen gelegt, die besorgten Mamas und Papas der gut 500 Erst- bis Viertklässler nicht ihren Hol- und Bringdienst verstärkt. Rektorin Alexandra Janssen kann sich entspannt zurücklehnen: Ihre Schule hat nun den ersten Platz gewonnen beim Wettbewerb "Fit in die Schule, fit für die Zukunft!"des Mobilitätsreferats. An 20 Schultagen im Oktober und November 2022 gelangten die Kinder durchschnittlich 18,5 Mal mit dem Radl, dem Tretroller oder zu Fuß zur Schule. Dafür wurden sie von Münchens Mobilitätsreferent Georg Dunkel beglückwünscht und mit einer Plakette ausgezeichnet. Jedes Kind, das die letzten 250 Meter zum Schultor klimafreundlich zurückgelegt hat, durfte eine Schneeflocke auf ein Poster kleben und damit sinnbildlich den Robbenkindern eine schützende Höhle bauen. Teilgenommen haben 43 Münchner Grundschulen.

Nach Kenia gehen

Fünf für München: Simona Erdt-Obewhere fliegt nach Kenia, um die Versorgung augenkranker Menschen zu verbessern.

Simona Erdt-Obewhere fliegt nach Kenia, um die Versorgung augenkranker Menschen zu verbessern.

(Foto: privat)

Nur ein Fünftel aller Augenkranken in Kenia bekommt bislang Hilfe. Viele Menschen erblinden schon in jungen Jahren - dabei könnte ihnen geholfen werden, würde ihre Krankheit frühzeitig erkannt. Doch es gibt zu wenige Medikamente, Untersuchungsgeräte und ausgebildete Augenfachkräfte. Simona Erdt-Obewhere will einen Beitrag leisten, um die Versorgung im Land langfristig zu verbessern. In dieser Woche wird sie zu einem fünfmonatigen Aufenthalt nach Kenia fliegen. Die 33-jährige Münchnerin ist Orthoptistin. Die Orthoptik ist ein Teilbereich der Augenheilkunde, der sich mit der Diagnostik und Behandlung von Problemen wie Fehlsichtigkeit oder Schielen befasst. Simona Erdt-Obewhere unterrichtet an der Berufsfachschule für Orthoptik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München, wo sie selbst einst ausgebildet wurde.

Jetzt hat sie sich eine Auszeit genommen, um in Kenia ihr Wissen weiterzugeben. Sie wird Krankenschwestern, Pfleger und Assistenzärzte an drei verschiedenen Standorten ausbilden. Schon vor einem Jahr war die Münchnerin in dem ostafrikanischen Land: Über eine Kooperation zwischen der LMU und dem Kenyatta Eye Hospital in Nairobi hatte sie einen einwöchigen Crash-Kurs für Assistenzärzte gegeben. Ihr Einsatz in Kenia wird von der Christoffel-Blindenmission (CBM) unterstützt, die zahlreiche Projekte in Kenia unterhält. Die CBM zählt zu den international führenden Organisationen für inklusive Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt gemeinsam mit lokalen Partnern Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt - seit mehr als 110 Jahren.

Zum Fasching gehen

Fünf für München: Hatten bisher mit Fasching nicht so viel am Hut: das Neuhauser Prinzenpaar Erol I. und Ludmilla I.

Hatten bisher mit Fasching nicht so viel am Hut: das Neuhauser Prinzenpaar Erol I. und Ludmilla I.

(Foto: FCN)

Die Tango-Leidenschaft hat sie zusammengeführt, der Tango soll sie auch durch die närrische Zeit tragen: Erol I. und Ludmilla I., das Prinzenpaar des Neuhauser Faschingsclubs. Ansonsten mag Wahlmünchnerin Ludmilla Fischbeck, 46, Buchhalterin und Übersetzerin, das Kochen ohne Fleisch, Naturheilverfahren und Sprachenlernen. Erol Soy, 45, Bankangestellter und Tanzlehrer, ist gebürtiger Augschburger, kann seinen Dialekt aber gut verbergen. Für beide werden ihre Auftritte in der Faschingssaison, die mit der Inthronisation im Augustiner-Keller beginnt, sicher besonders aufregend, sie sind eher Faschingsneulinge.

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