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Drogen in Restaurant:Kokaintütchen statt Mittagessen

Ein "To-go"-Angebot der besonderen Art hat die Polizei auf ein Restaurant in Neuaubing aufmerksam gemacht. Viele Gäste verließen das Gebäude nämlich wieder, ohne etwas zu essen dabei zu haben. Bei einer Durchsuchung am Montag fanden die Ermittler dort mehrere Päckchen Kokain, abgepackt zu handelsüblichen Konsumeinheiten. Zwei Köche, ein Kellner und ein weiterer Mitarbeiter des Restaurants trugen sie in ihren Taschen bei sich. Außerdem hielten sie offenbar zwei Messer griffbereit. Bei der anschließenden Durchsuchung ihrer Wohnungen seien die Kollegen auf knapp ein Pfund Kokain gestoßen, das ebenfalls bereits in Tütchen zum Verkauf abgefüllt war, teilte das Polizeipräsidium am Donnerstag mit. Darüber hinaus seien etwa 50 Gramm Marihuana und mehr als 10 000 Euro in bar sichergestellt worden. Die vier Tatverdächtigen im Alter zwischen 19 und 44 Jahren wurden wegen verschiedener Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Ob sie ihr Geschäft als organisierte Bande betrieben haben ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen.

© SZ vom 05.03.2021 / anh
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