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Dritte Startbahn am Flughafen München:Möglicherweise soll die Stadt ihre Anteile verkaufen

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) ließ offen, ob die Staatsregierung ein Nein zur Startbahn akzeptieren werde. "Sollte es keine Zustimmung geben, wird man gemeinsam beratschlagen, wie man damit umgeht", so Söder. Möglich wäre etwa, dass die Stadt ihren 23-Prozent-Anteil an der Flughafengesellschaft verkauft - etwa an den Freistaat. Damit hätten städtische Vertreter nicht mehr mitzubestimmen.

Eine Idee, die Seehofers Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) unlängst geäußert hatte. Ude schloss einen Verkauf aus: "Ein Herumgetrickse kommt nicht in Frage." Zuletzt hatte die Stadt 2002 versucht, ihre Anteile zu verkaufen; damals brauchte die Stadt Geld. Derzeit aber stehe ein Verkauf "nicht zur Debatte", so der OB.

Befürworter wie Gegner des Ausbaus versuchen noch, ihre Anhänger abschließend zu mobilisieren. Am Mittwoch laden die Befürworter zur Abschlusskundgebung ins Backstage; am Samstag soll es einen "Aktionstag" geben, zu dem Mitglieder der politischen Jugendorganisationen aus Bayern nach München kommen. Die Ausbaugegner veranstalten indes von Donnerstag bis Samstagmittag im Hofgarten ein Protestcamp unter freiem Himmel. Zudem werden sie 250.000 Notizzettel mit einer "Abstimmungsempfehlung" an Hausbriefkästen kleben.

© SZ vom 12.06.2012/wib
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