bedeckt München
vgwortpixel

Dogwalker:Arme Hunde

Dogwalker Sadik Scholz in München

"Ein Gassigeher ist nie nur ein Gassigeher", sagt Sadik Scholz und vielleicht muss man ein bisschen mit ihm spazieren gehen, um zu verstehen, was er meint.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Der Mensch ist einsam. Und besorgt sich einen Hund. Das Ergebnis: Der Hund ist einsam. Über die deutsche Großstadt und das Phänomen der "Gassigeher".

Die Würstchen sind im Angebot, Liebe kann billig sein. Acht Stück für 2,22 Euro. Sadik Scholz greift zu, das muss er jetzt einfach, die Packungen stapelt er bis unters Kinn. Später wird er die Würstchen klein schneiden mit einer Bastelschere, weil das schneller geht als mit dem Messer. Dann wird er den alten grauen Mischling abholen, den stillen Jagdhund, den wuscheligen Zottel, der ein Anti-Allergiker-Fell hat, genau wie Barack Obamas Hund, und der auch noch genauso heißt: Bo. Scholz legt noch zwei Packungen Hinterschinken drauf, "für zwischendurch", sagt er. Dann geht er zur Kasse. Für die Würstchen bekommt er vier Treuepunkte.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Andrew Cuomo und Covid-19
Der Krisenmanager
Teaser image
Narzissmus
"Er dressierte mich wie einen Hund"
Teaser image
Corona-Krise und Beziehung
"Der größte Liebeskiller ist die mangelnde Intimsphäre"
Teaser image
Corona und Bestattungen
"Rituale helfen uns"
Teaser image
Paartherapeut im Interview
"Wenn die Liebe anfängt, wird es langweilig"
Zur SZ-Startseite