Eine der ältesten Regeln des Filmgeschäfts lautet: Drehe nie mit Kindern oder Tieren, sie rauben einem Energie und Aufmerksamkeit. Davon scheint der Regisseur Gilles de Maistre noch nie etwas gehört zu haben, er arbeitet fast ausschließlich mit Kindern und Tieren. Und er ist damit sehr erfolgreich: Filme wie „Mia und der weiße Löwe“, „Ella und der schwarze Jaguar“ oder zuletzt „Moon, der Panda“ waren auch hierzulande Kinohits; in Sachen Family Entertainment ist der Franzose eine echte Größe.
Mit seinem neuen Film „Die Legende des Wüstenkindes“ will er an diese Erfolge anschließen, dieses Mal geht es in die Sahara: Erzählt wird die Geschichte des Menschenjungen Hadara, der bei einem Sandsturm von seiner Mutter getrennt wird. Eine Straußenherde findet und versorgt ihn, im kuscheligen Federkleid der Tiere überlebt er. Im Laufe der Zeit passt Hadara sich an das Leben in der Wüste an, er lernt allerlei Tiere kennen, ein Wüstenfuchs wird zu seinem besten Freund.
Wer da an Mowgli und das „Dschungelbuch“ denkt, liegt nicht ganz daneben. Der Film von Gilles de Maistre hat aber noch eine zweite Erzählebene: In Frankreich schreibt ein Mädchen die Geschichte von Hadara auf, die sie von ihrem Großvater kannte – und von der sie dachte, er habe sie erfunden. Doch nachdem ihr Buch zum Bestseller wurde, lernt sie die wahre Geschichte kennen. Damit sollen koloniale Klischees entlarvt werden, vor allem aber geht es den Filmemachern um schöne Naturaufnahmen, wilde Tiere, ungewöhnliche Freundschaften und die Frage nach Zugehörigkeit. Der Film ist noch vor seinem offiziellen Kinostart in einigen Previews zu sehen.
Die Legende des Wüstenkindes, F/BEL 2026, Regie: Gilles de Maistre, Previews in München am 17. Mai im Mathäser und Cinemaxx sowie in weiteren Kinos im Umland; regulärer Kinostart am 21. Mai

