Diakonie München:Spitze des Aufsichtsrats tritt zurück

Mit sofortiger Wirkung ist der Aufsichtsratsvorsitzende der Diakonie München und Oberbayern, Andreas Bornmüller, zurückgetreten. Bornmüller, teilte die Diakonie mit, sehe das Vertrauensverhältnis zum Diakonischen Werk Bayern und zur Landeskirche als "gestört" an und wolle mit seinem Schritt "eine unvoreingenommene und sachliche Aufklärung" befördern. Dabei geht es um Vorwürfe gegen den Vorstandssprecher der Diakonie München, die laut Bayerischem Rundfunk seit Herbst 2021 bekannt sind. Damals habe sich eine Mitarbeiterin wegen "verbaler und körperlicher Grenzüberschreitung" an die Meldestelle "Aktiv gegen Missbrauch" der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche gewandt. Erst Anfang August 2022 hatte jedoch der Aufsichtsrat eine Kanzlei beauftragt, diese Vorwürfe zu prüfen. Ob das gesamte Gremium seit Herbst 2021 informiert war oder mit dem "Präsidialausschuss" lediglich ein Untergremium, ist bislang ungeklärt. Der Vorsitz beider Gremien liegt laut Satzung in der Hand des Aufsichtsratsvorsitzenden. Satzungsgemäß übernimmt dieses Amt nun der bisher stellvertretende Vorsitzende, Peter Gleue.

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