Deutsches MuseumWerke für die Ewigkeit

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Bildhauer Bernhard Küchle in der Museumswerkstatt.
Bildhauer Bernhard Küchle in der Museumswerkstatt. Stephan Rumpf

Das Deutsche Museum ist berühmt für seine Installationen und Dioramen. Auch im digitalen Zeitalter haben sie nichts von ihrer Faszination verloren. Bildhauer Bernhard Küchle hat vieles davon gebaut.

Von Martina Scherf

Sein Lieblingsdiorama ist "Der Weg des Stroms vom Erzeuger zum Verbraucher". Seit Jahrzehnten hat es seinen Platz in der Starkstromabteilung, und bis heute drücken sich Besucher, ob jung oder alt, die Nasen an seiner Scheibe platt. Auch Bernhard Küchle gerät da noch immer ins Schwärmen. Die liebevoll gestalteten Details - Bäuerinnen in weißen Kopftüchern, die Stroh bündeln; zwei Milchkannen auf der Bank vor dem Haus; Salatköpfe im Garten; unterschiedlich gefärbte Dachziegel - alles überaus realistisch. Dahinter die weitläufige Voralpenlandschaft mit Dörfern, Kirchlein, Kühen und mit der Hochspannungsleitung, die sich durchs Tal zieht und ein neues Zeitalter verheißt. Und dann die "Kalotte": der abgerundete, nach oben gewölbte und bemalte Hintergrund, der mit Horizont und Himmel für die perfekte Illusion sorgt. "Ein Meisterwerk", sagt Küchle, geschaffen von seinen Vorgängern im Jahr 1953.

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