Unterschiede gab es nur in der farblichen Markierung der jeweiligen Linie: blau für die U 6, orange für die U 3, die 1972 als zweite Linie fertiggestellt wurde. Heute kann man die erste Design-Phase der Münchner U-Bahn zum Beispiel noch am Sendlinger Tor erleben, allerdings nicht mehr lange. Von Frühjahr an wird die Station für 150 Millionen Euro umgebaut - und auch komplett neu gestaltet.

Aufgebrochen wurde das Konzept der ähnlichen U-Bahnhöfe in den Achtzigerjahren. Die architektonische Individualisierung begann, Gemälde und Skulpturen zierten die Wände. Die Stationen Königsplatz und Lehel sind typische Beispiele dafür. In den Neunzigerjahren folgte dann das Konzept der Designbahnhöfe: Um Fahrgäste zu locken, will die Münchner U-Bahn mehr und mehr auch ästhetisch gefallen. Transparent und übersichtlich sollen die Bahnhöfe gestaltet sein, um für Sicherheit und reibungslose Abläufe an den Gleisen zu sorgen und mit ihrem ansprechenden Äußeren gleichzeitig die Hemmschwelle für Vandalismus zu erhöhen. Unter dieser Vorgabe gestalten nun weltbekannte Künstler wie Ingo Maurer die Farbgebung und die Lichtführung in den Stationen - demnächst auch am Sendlinger Tor.

Im Bild: Die U-Bahn-Station Wettersteinplatz mit einem Farbkonzept von Alfons Lachauer. Der Bahnsteig am Wettersteinplatz liegt vergleichsweise tief, da die U-Bahn vom Candidplatz her kommend die Geländestufe den Giesinger Berg hoch überwinden muss, dies aber nur mit maximal 4 Prozent Steigung möglich ist. Am Wettersteinplatz liegt der U-Bahnhof deswegen noch 18,5 Meter unter dem Geländeniveau. (Info von www.u-bahn-muenchen.de)

Bild: Alessandra Schellnegger 3. Januar 2017, 07:222017-01-03 07:22:00 © SZ.de/infu