Design im UntergrundU-Bahn-Stationen wie Kunstwerke

Zu Beginn sahen die U-Bahnhöfe im Münchner Netz alle recht ähnlich aus - doch das hat sich geändert. An manchen Stationen lohnt sich das Aussteigen.

Futuristische Riesenlampen, antike Porträtbüsten und ein "Glasauge", durch das Tageslicht in den Untergrund strömt: Wer sich bei der Fahrt mit der U-Bahn die Zeit dafür nimmt, entdeckt Designhighlights im öffentlichen Raum. An vielen der insgesamt 100 Haltestellen kann man Licht- und Farbkunstwerke von weltbekannten Künstlern erleben, Mini-Kunstausstellungen besichtigen und beobachten, wie sich Architektur und Design mit den Besonderheiten des jeweiligen Ortes auseinandersetzen. Seit den Neunzigerjahren Jahren haben Stadt und Verkehrsgesellschaft MVG den Anspruch, dass jeder Bahnhof seinen eigenen, unverwechselbaren Charakter hat.

Das war in den Anfangsjahren der Münchner U-Bahn noch ganz anders: Als 1971 die erste Linie zwischen Kieferngarten und Goetheplatz fertiggestellt war, die heutige U6, sahen die Bahnhöfe mehr oder weniger gleich aus. Die Stationen waren nach dem Baukasten-Prinzip des Architekten Paolo Nestler gestaltet: Farbige, gekachelte Stützpfeiler, weiße Decke und eine in Pastelltönen gehaltene Wand hinter den Gleisen - fertig war das Stationsdesign.

Im Bild: Die in Schlitzwand-Deckelbauweise errichtete, säulenlose Bahnsteighalle an der Haltestelle Olympiaeinkaufszentrum hat mit einer Spannweite von mehr als 17 Metern eine der größten freitragenden Stahlbetondecken im Bereich der Münchner U-Bahn.

Bild: Robert Haas 3. Januar 2017, 07:222017-01-03 07:22:00 © SZ.de/infu