Denkmäler:Bloß nicht drüber sprechen

Lesezeit: 7 min

Denkmäler: Am Platz der Opfer des Nationalsozialismus wohnt niemand.

Am Platz der Opfer des Nationalsozialismus wohnt niemand.

(Foto: Stephan Rumpf)

Historische Daten wie der 9. November sind Prüfsteine der Erinnerungskultur. In München gibt es Herrscher hoch zu Ross, eine geheime Liste schlimmer Straßennamen und ein demokratisches Gedenken am Boden. Eine Polemik.

Von Martin Bernstein und Jakob Wetzel

Nikolaus Hollweg, Friedrich Fink, Max Schoberth und Rudolf Schraut haben ihre Leben gegeben für die Demokratie. Die vier Polizisten sind am 9. November 1923 erschossen worden, an diesem Dienstag vor 98 Jahren. Sie fielen, als sie an der Feldherrnhalle Adolf Hitlers Putschversuch stoppten. Ihre Namen wurden danach vergessen und blieben es, mehr als 70 Jahre lang. Und als man sich ihrer 1994 wieder erinnerte, wurde diese Erinnerung mit Füßen getreten, buchstäblich. Eine unscheinbare Bodenplatte am Ort des Geschehens sollte genügen. Da lag sie dann und wer ihre Inschrift lesen wollte, musste die Tafel erst einmal suchen gehen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Thoughtful senior man sitting on chair in living room; Aengste
Gesundheit
Wie ich meinen Ängsten den Kampf ansagte
Altkanzler
Schröders Rückzug kann ein schlechtes Zeichen sein
Mandy Mangler
Intimgesundheit
"Nennt eure Vulva so oft wie möglich beim Namen"
Sonntagsausflug
Radfahren und Gesundheit
"Es gibt tatsächlich eine sportliche Prägungsphase"
Amber Heard vs. Johnny Depp
Euer Ehren
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB