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Demos für und gegen Pegida in München:"Bunt is gsund - Koabagida"

"Wir stehen auf gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt": Über 20 000 Münchner demonstrieren gegen den Münchner Pegida-Ableger "Bagida". Von den Befürwortern trauen sich 1500 auf die Straße, "Muegida" mobilisiert lediglich ein gutes Dutzend Anhänger. Der Abend in Bildern.

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Protest gegen Demo der Anti-Islam-Bewegung "Bagida" in München

Quelle: dpa/Tobias Hase

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München ist bunt: Das demonstrieren die Einwohner der Stadt, indem sie sich zu Tausenden auf dem Sendlinger-Tor-Platz versammeln. Den Aufruf zur Demonstration gegen den Münchner Pegida-Ableger "Bagida" unterstützten Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und gesellschaftliche Gruppen. Noch bevor die Bagida-Demonstration anfing, hatten die Gegendemonstranten den Platz vereinnahmt.

Protest gegen Demo der Anti-Islam-Bewegung "Bagida" in München

Quelle: dpa

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Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat deutliche Worte für die Bagida-Befürworter: "Wir stehen hier, weil wir das Feld nicht denen überlassen wollen, die versuchen, unsere Gesellschaft zu spalten." Reiter erinnert auch an die Opfer der Terrorattacken in Paris und beendet seine Rede mit den Worten "Nous sommes Charlie, mes amis".

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Quelle: Stephan Rumpf

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Auch die Münchner gedenken der getöteten Karikaturisten und Journalisten der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo".

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Quelle: Stephan Rumpf

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Auf Transparenten der Teilnehmer ist unter anderem zu lesen: "Freiheit und Toleranz statt Hass und Terror", "Lasst unsere Moslems in Ruhe!" und "Bunt is gsund - Koabagida". Einige Demonstranten halten selbst gebastelte Bleistifte als Zeichen der Pressefreiheit in die Höhe.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Statt der angemeldeten 300 sind es dann doch 1500 Bagida-Unterstützer, die vom Sendlinger Tor in Richtung Stachus marschieren. Für den Bagida-Marsch hat Islamhasser Michael Stürzenberger, Bundesvorsitzender der Partei "Die Freiheit", ebenso mobilisiert wie der Rechtsextremist Karl Richter, Münchner Stadtrat der "Bürgerinitiative Ausländerstopp" (BIA).

Mügida, Rundgang durch Haidhausen

Quelle: Florian Peljak

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Die islamfeindliche Szene macht sich zudem selbst Konkurrenz: Zeitgleich zu Bagida treffen sich die Islamgegner von Muegida auf dem Weißenburger Platz in Haidhausen. Dort sind es nur etwa zwei Dutzend Muegida-Anhänger - angemeldet waren 100 bis 200.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Am Ende sind die Gegner von Pegida, Bagida und Muegida klar in der Überzahl. Tausende Münchner haben erneut gezeigt, dass sie für eine weltoffene Stadt einstehen.

© SZ.de/lime/sekr

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