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Demonstration:Es ginge mehr im Musikbetrieb

Kultur sehnt sich danach, die Corona-Handbremse allmählich zu lösen

"Musik statt Worte" vom 6. Oktober:

Vielen Dank für den Bericht in Ihrer Zeitung. Nachdem die Berichterstattung über diese einzigartige und bewundernswerte Aktion von Andrea Fessmann lange auf sich hatte warten lassen - die ersten Aufführungen dieser Art fanden bereits im Juli statt -, stellten sich bei mir und anderen Mitwirkenden sowie den vielen begeisterten Zuhörern schon erhebliche Zweifel ein, ob der SZ noch zuzutrauen ist, imposante Ereignisse in München in angemessener Weise zu würdigen.

Frau Fessmann (die Dirigentin und Leiterin Andrea Fessmann; d. Red.) hat nicht nur uns Laienchorsängern, denen ein sinnvoller Probenbetrieb seit Monaten verwehrt ist, ermöglicht, ein bisschen Licht ins Dunkel des derzeitigen Kulturbetriebs zu bringen. Sie hat auch deutlich auf die derzeit desolate Situation der Berufsmusiker hingewiesen, deren künstlerisches Schaffen für uns alle so wichtig, deren Existenz aber durch Verdienstausfälle in der Coronazeit sehr gefährdet ist.

Da das Wetter in den nächsten Wochen solche Veranstaltungen im Freien unmöglich machen wird, sollten die Konzertveranstalter und die Verantwortlichen der Genehmigungsbehörden endlich ernsthaft darüber nachdenken, ob nicht doch eine größere Anzahl von Besuchern in den Konzertsälen der Stadt zugelassen werden kann. Die Salzburger Festspiele dieses Sommers haben gezeigt, was möglich ist: Bei 56 000 Besuchern wurde kein einziger Corona-Fall registriert.

Andrea Fessmann sollte für ihr Engagement mit der Medaille "München leuchtet" geehrt werden. Barbara Bernhofer-Burlefinger, Oberhaching

© SZ vom 09.10.2020
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