Daglfing:Erst wird gebohrt, dann gebaut

Bahn erkundet vor Projektstart der Gütertrasse das Gelände

Ob oberirdische Variante oder die Verlegung der Gleise in einen Tunnel - für den viergleisigen Gütertrassenausbau Daglfing-Johanneskirchen will die Deutsche Bahn AG nun das Terrain sondieren. Was heißt: Sie wird, bevor auch eine Variante wirklich umgesetzt wird, den Baugrund genau kennen. Bis voraussichtlich Ende April soll, so teilt die Deutsche Bahn mit, das Gebiet "beidseits der bestehenden zwei Gleise" erkundet werden. An 120 Punkten zwischen dem Heizkraftwerk München Nord und der Kreuzung der Gleise mit der A 94 sollen Bohrungen durchgeführt werden. Damit will die Bahn, wie sie informiert, Bohrkerne mit einer Gesamtlänge von 3000 Metern gewinnen. So soll die Bodenbeschaffenheit, also welche Gesteine oder Sedimente im Boden liegen, analysiert werden.

Derzeit plant die Deutsche Bahn AG zwei Trassenvarianten: eine oberirdische und eine im Tunnel. Gerade für die Tunnellösung müssen tiefere Bodenschichten ermittelt werden - also dort, wo der Tunnel verlaufen würde und in einem Bereich von 30 bis 40 Metern. Die Bahn hatte diese Bohrungen vor dem Variantenentscheid für die Amtslösung A 0 noch nicht durchgeführt. Die Bohrungen finden auf öffentlichem und auf Bahn-Gelände statt. Falls private Grundstücke betreten werden müssen, so teilt die Bahn mit, "erfolgt dies nach vorheriger Absprache und Genehmigung durch den Eigentümer". Gearbeitet werde nur tagsüber an Werktagen.

© SZ vom 01.02.2021 / ole
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