Zum Jahresausklang Wo Wärme zu Hause ist

Arbeiterwohlfahrt blickt zurück und ehrt langjährige Mitglieder

Landesvorstand Thomas Beyer (li.) ehrt Ludwig Ernst für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Awo.

(Foto: oh)

Beim Jahresausklang der Arbeiterwohlfahrt Dachau wurde erstmals eine 70-jährige Mitgliedschaft des Ortsvereins gefeiert: Ludwig Ernst war zwei Jahre nach Gründung in die Awo Dachau eingetreten. Da war er gerade 18 Jahre alt. "Mein Vater war in der SPD und kommissarischer Bürgermeister, er meinte, das sei eine gute Idee", erinnert sich der 88-jährige Dachauer, der 45 Jahre lang bei der Sparkasse im Landkreis gearbeitet hat und bereits seit 28 Jahren in Rente ist. "Die Urkunde für 70 Jahre Mitgliedschaft druckt der Bezirk nicht allzu oft", sagte der Vorsitzende der AWO Bayern, Thomas Beyer. Er war extra aus Franken angereist, um Ludwig Ernst im Schützensaal des Gasthauses Drei Rosen die Ehrenurkunde und das Goldene Ehrenabzeichen zu überreichen.

Mit weitem Abstand, bezogen auf die Jahre der Mitgliedschaft, wurden von Thomas Beyer weitere Jubilare geehrt: Franz Fritsch für 45 Jahre; die Ortsvorsitzende, Thea Zimmer, für 35 Jahre. Als Laudator bestimmte die resolute Thea Zimmer spontan ihren Stellvertreter, Dieter Moser: "Ich weiß von nichts", bekannte er, sichtlich überrascht. So gab es keine großen Worte, dafür zwei Sätze, die von Herzen kamen: "Herzlichen Dank für den jahrzehntelangen Einsatz, liebe Thea. Du bist ja unser lebendiges Mobiliar". Mosers liebevolle Umschreibung dafür, dass Zimmer aus dem Ortsverein nicht wegzudenken ist, quittierten die Zuhörer, darunter Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann, Bezirkstagspräsident Josef Mederer und die Stadträte Edgar Forster, Elisabeth Zimmermann und Gertrud Schmidt-Podolsky, mit wohlwollendem Lachen und Applaus.

Der stellvertretende Ortsvorsitzende Dieter Moser zeichnet Thea Zimmer für 35 Jahre Mitgliedschaft aus.

(Foto: oh)

Thomas Beyer und Thea Zimmer überreichten in der Folge weitere Urkunden und Weihnachtssterne an: Maria Raabe (für 30 Jahre Mitgliedschaft), Gundi Gampenrieder (25), Elsa Hösch, Helga Heigl, Elfriede Kratzer und Maria Angstl (20 ).

Anlässlich der Adventszeit hatte Zimmer zuvor die Bedeutung von Kerzen, Licht und Wärme betont: Ohne Licht würde man die vielen schönen Dinge in der Natur nicht sehen, ohne Herzenswärme wäre Dachau ein kalter, lebensfeindlicher Ort. Speziell auf die vielen sozialen Aufgaben der Arbeiterwohlfahrt bezogen sagte sie: "Die AWO Dachau verteilt seit 72 Jahren Wärme, indem sie für die Menschen in der Stadt da ist."