Wahlkampf:Frischer Wind aus Dortmund

Michael Schrodi und Martin Schulz SPD

Der 39 Jahre alte Michael Schrodi aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck kandidierte schon in der Bundestagswahl 2013 für die SPD. Damals errang er den ersten Nachrückerplatz.

(Foto: SPD/oh)

Nach dem Bundesparteitag fühlt sich SPD-Kandidat Schrodi gestärkt

Von Helmut Zeller, Dachau/Dortmund

Knapp vier Monate vor der Bundestagswahl liegt der Abstand zwischen der SPD und der Union einer Umfrage zufolge bei elf Prozentpunkten. Anfang Juni lag die SPD noch 15 Prozent hinter der Union - so weit wie zuletzt im Oktober 2015. Die großen Zugewinne der SPD aus der ersten Zeit nach der Nominierung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat sind in den Umfragen jedoch dahingeschmolzen. Die Aufholjagd hat, wie der Bundestagskandidat Michael Schrodi für den Wahlkreis Dachau/Fürstenfeldbruck erklärt, mit dem Bundesparteitag seiner Partei in Dortmund an Tempo gewonnen. Auch Anträge aus den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck seien in das einstimmig beschlossene SPD-Wahlprogramm eingeflossen, teilt Schrodi zufrieden mit.

In einer Pressemitteilung schreibt der SPD-Politiker: "Wir haben ein sozial gerechtes und fundiert ausgearbeitetes Steuerprogramm, mit dem wir große Einkommen und Vermögen mehr belasten, um Investitionen in Bildung und Verkehr stemmen und kleine und mittlere Einkommen entlasten zu können. Das kommt auch unseren Landkreisen zugute." Gerade auch beim Thema bezahlbares Wohnen habe seine Partei klar gemacht, dass die Mittel für den Wohnungsbau erhöht werden müssten. "Das ist ein gutes Signal für die Menschen und die Kommunen in unseren beiden Landkreisen", erklärt der Kandidat Michael Schrodi.

Neben dem Delegierten Schrodi war der Sozialdemokrat Heinrich Fitger aus Weichs als Gast auf dem Parteitag am Sonntag. Er drückte seine Zufriedenheit darüber aus, dass ihre Anträge zur Rente Eingang in das Wahlprogramm gefunden hätten. "Wir haben eine Stärkung der gesetzlichen Rente gefordert. Das geschieht mit der Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent und anderen Maßnahmen", so Schrodi. Im Gegensatz zur CSU, betont der SPD-Bundestagskandidat in der Pressemitteilung, werde es "mit uns keine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre oder mehr geben."

© SZ vom 28.06.2017
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