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Vierkirchen:Die Anpackerin

Eva-Maria Schmid ist die neue Schulleiterin.

(Foto: Toni Heigl)

Eva-Maria Schmid will die Vierkirchener Schule modernisieren

Seit September 2015 hat Eva-Maria Schmid die Vierkirchener Grundschule als Konrektorin schon kommissarisch organisiert, nachdem sich Vorgängerin Maria Zierer damals in den Ruhestand verabschiedet hatte. Zum neuen Schuljahr ist die 37-jährige Lehrerin nun auch offiziell zur Schulleiterin ernannt worden. Schmid ist froh, nun gerade diese Schule leiten zu können. Seit sie 2011 als mobile Lehrkraft hierher versetzt wurde, "ist mir die Schule Vierkirchen eine Heimat geworden". Die Verwaltungsaufgaben, die mit der Leitungsfunktion einer Rektorin verbunden sind, schrecken sie nicht. "Statistik und Tabellen machen mir Spaß", sagt Schmid, die vor ihrem Lehramtsstudium eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert hat. Vor allem freut sie sich aber, jetzt als Schulleiterin tatkräftig anzupacken, "Dinge zu strukturieren und zu entscheiden". Ideen gibt es schon. "Aber nicht alles wird von heute auf morgen umzusetzen sein."

Erste Schritte passieren aber durchaus. So werden neue Medien ein Schwerpunktthema sein. "Den Umgang mit Smartphone und Laptop wollen wir gemeinsam mit den Schülern kritisch hinterfragen." Damit sich Lehrer und Schüler mit modernen Informations- und Präsentationstechniken auch im Unterricht auseinander setzen können, diese auch praktisch nutzen können, wurden die Zimmer der dritten und vierten Klassen gerade mit Beamern und Dokumentenkameras ausgestattet. Im nächsten Jahr sind dann die Räume der Erst- und Zweitklässler dran. Auch ein Klassen-Satz an Tablet-Computern wurde angeschafft und alle Lehrer mit diesen Geräten ausgestattet. Auf den Schüler-Tablets werden Lernspiele laufen, die Mädchen und Buben sollen damit auf Lernplattformen arbeiten oder Geschichten für die Schülerzeitung tippen. "Und so ganz nebenbei den Umgang mit diesen Medien lernen", so Schmid. "Einige Schüler sind im Umgang mit den Geräten vielleicht schon weiter, als die Lehrerkräfte, andere dagegen wissen noch wenig. Die Bandbreite ist sicher groß." Thematisiert wird auch der Umgang mit sozialen Netzwerken. Ein Thema, das auch bei Vätern und Müttern auf großes Interesse stößt, wie ein Elternabend im vorigen Jahr bereits gezeigt hat.

Eine bauliche Erweiterung im Umfeld der Schule hat die Gemeinde schon beschlossen: Errichtet wird ein Anbau für den Hort, der derzeit an zwei Standorte und mit zwei Gruppen auch in der Schule untergebracht ist. Im neuen Trakt soll die nachmittägliche Kinderbetreuung unter einem Dach zusammengeführt werden. Im Schulhaus entsteht wieder neuer Freiraum, wenn der Hort dort auszieht. Die Nähe zum Hort, die auch mit dem Anbau gegeben ist, findet Schulleiterin Eva-Maria Schmid aber wichtig. "Als gute Voraussetzung für eine enge Kooperationen." Die wiederum ist sinnvoll, weil immer mehr Schüler betreut werden. "Fast jeder zweite Erstklässler hat in diesem Schuljahr einen Hortplatz." Momentan sieht die Schulleiterin die Kinder dort gut versorgt. Die Einrichtung von Ganztagsklassen ist nicht geplant, "das entspricht nicht dem Bedarf."

Doch andere Neuerungen hat sich die Rektorin schon vorgenommen. Sukzessive soll der Pausenhof gemeinsam mit dem Förderverein noch attraktiver gestaltet werden. Die Turngeräte müssten nach und nach aufgestockt werden und den Medienraum würde Schmid gerne noch mit Musikinstrumenten ausstatten.