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Verpflegung:Regionales Essen für die Schulen

Weichs folgt dem Antrag des Bauernverbandes

Ökologisch produzierte Nahrungsmittel aus der Region sind überaus wichtig für die Umwelt, um Energie und Treibhausgase einzusparen. Deshalb sollen künftig in Weichs für die Verpflegung in Schulen, Kindergärten und Pflegeeinrichtungen überwiegend regionale Produkte verwendet werden. Hiermit gaben die Gemeinderäte einem Antrag des bayerischen Bauernverbandes statt, dass von September 2019 an Lebensmittel für Gemeinschaftsverpflegungen und von der Kommune durchgeführten Dorffesten zu mehr als 50 Prozent aus der Region oder maximal aus Bayern bezogen werden. Zudem sollen mindestens 25 Prozent aus regionaler, ökologisch wirtschaftender Landwirtschaft geliefert werden.

Der Gesetzesentwurf des Volksbegehrens Artenvielfalt sieht vor, dass nach einer Übergangsfrist in Zukunft 30 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen biologisch bewirtschaftet werden sollen. Der Bauernverband bezweifelt jedoch, dass die Nachfrage hoch genug ist und fordert die Kommunen zum Handeln auf. Bei der Außer-Haus-Verpflegung werde die Herkunft der Lebensmittel zu wenig berücksichtigt. Deshalb sollten die Gemeindeverwaltungen ihr Mitspracherecht geltend machen bezüglich der Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen. Bürgermeister Harald Mundl erklärte, die Gemeinde habe bei den Trägern für die Verpflegung kein Direktionsrecht, sie könne lediglich Empfehlungen aussprechen. Auch bei nicht von der Gemeinde veranstalteten Dorffesten fehle es an einer gesetzlichen Grundlage für eine entsprechende Auflage.

Zu diesem Thema wurde Kreisbäuerin Emmi Westermeier (CSU), die im Ortsteil Breitenwiesen mit ihrer Familie Landwirtschaft betreibt, das Wort erteilt. Sie informierte über die Hintergründe des Antrags, demzufolge der Bevölkerung erst bewusst werden müsse, welche Auswirkungen das Volksbegehren auf den künftigen Produktionspreis hat. Die Kreisbäuerin verwies darauf, dass die Gemeindeverwaltung nach Auslauf entsprechender Verträge auf die Träger der Einrichtungen einwirken solle, dass diese weiterhin oder künftig regionale Waren beziehen. Übereinstimmend erklärte auch Bürgermeister Mundl, dass die Geschenkkörbe der Gemeinde grundsätzlich von der Solidargemeinschaft Dachauer Land bezogen werden und bei örtlichen Festivitäten auf den Bezug von regionalen Produkten geachtet wird.