Umzug der Grundschule Neue Klassenzimmer

Schulzentrum in Odelzhausen kostet etwa 55 Millionen Euro

Etwa vierhundert Schülerinnen und Schüler der Grundschule Odelzhausen hatten am Dienstag gleich doppelten Grund zur Freude: Zum einen bezogen sie ihre Klassenzimmer im südlichen Gebäudekomplex des neuen Odelzhausener Schulzentrums, zum anderen fiel wegen des Umzugs der Unterricht aus. Auch bei den Lehrern, den Bauherrn, die drei Kommunen Odelzhausen, Pfaffenhofen an der Glonn und Sulzemoos, sowie beim Landkreis war die Freude groß. Der Übergabetermin war eine Punktlandung: Der Vorsitzende des Schulzweckverbands, Pfaffenhofens Bürgermeister Helmut Zech (CSU), hatte im vergangenen Oktober - anlässlich der Hebauffeier für den nördlichen Gebäudetrakt - von "Anfang März" als Termin gesprochen.

Am Dienstag übergab nun der Münchner Architekt Arthur Schankula die neue Grundschule offiziell an den Schulverband, wofür neben Helmut Zech seine Odelzhausener Bürgermeisterkollegen Markus Trinkl (parteifrei), dessen Stellvertreter Hans Heitmair (CSU) sowie der Sulzemooser Vizebürgermeister Paul Schmid (SPD) gekommen waren. Der Trakt für die Kleinen ist ein echter Hingucker: ein leicht wirkender, lichter Holz- und Glasbau, bei dem 1600 Kubikmeter Holz mit einem Gewicht von 800 Tonnen sowie nur sieben Kubikmeter Stahl mit einem Gewicht von 50 Tonnen verbaut worden sind.

Der Verbandsvorsitzende Helmut Zech freute sich, dass "die Maßnahme ohne größere Unfälle und andere große Probleme fertiggestellt werden konnte." "Besonders die Handwerksfirmen aus dem Landkreis Dachau haben sehr zum Gelingen des Bauvorhabens beigetragen", sagte Zech. Zudem konnte der Kostenrahmen weitestgehend eingehalten werden - keine Selbstverständlichkeit bei öffentlichen Bauten. Rund 50 Millionen Euro sind vor zwei Jahren für den Gesamtkomplex veranschlagt worden, die Überschreitung wird laut Zech wohl nicht einmal zehn Prozent dieser Summe betragen. Die Kommunalpolitiker und das Architektenteam bedankten sich ausdrücklich beim Landkreis Dachau und Landrat Stefan Löwl (CSU) sowie bei allen am Bau Beteiligten "für die Unterstützung im Laufe der über zwei Jahren Bauzeit", wie Zech sagte. Er kündigte einen Tag der offenen Tür im Juli an, der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest.