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Umzug:Container für Kindergarten

St. Martin muss seine Einrichtung in Weichs dringend sanieren

Der katholische Kindergarten St. Martin in der Baustädterstraße in Weichs muss dringend saniert werden. Damit der Betrieb in der dreigruppigen Einrichtung weiterhin aufrecht erhalten werden kann, hat die Kirchenstiftung den Bau einer eingeschossigen Containeranlage als Provisorium im Pfarrgarten beantragt. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses sprachen sich die Mitglieder geschlossen für die Container-Lösung aus.

In dem provisorischen Kindergarten-Gebäude mit einer Länge von rund 40 Metern und 18 Metern Breite sollen drei Gruppenräume untergebracht werden sowie ein Mehrzweck- und ein Schlafraum. Zudem sind ein Satteldach, Büro, Personalraum und Lagerräume vorgesehen. Die Erschließung des Baugrundstücks, das im Flächennutzungsplan als Gemeindebedarfsfläche für Kindergarten dargestellt wird, ist gesichert. Auf dem Areal sind derzeit fünf Stellplätze nachgewiesen, was beim Neubau des Kindergartens im Jahr 1965 noch nicht erforderlich war. Für die Dauer der Sanierung werden keine weiteren Stellplätze benötigt, da sich die Anzahl des Personals und der zu betreuenden Kinder während der Maßnahme nicht erhöht.

Bürgermeister Harald Mundl (WBV) stellte klar, dass es bezüglich der Sanierung des Kindergartens noch keine endgültige Entscheidung gebe. Es werde noch geklärt, ob andere Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Ein abschließendes Gespräch zwischen Gemeinde, Kirchenverwaltung und der Erzdiözese stehe noch aus. Jürgen Meyr von der Kirchenstiftung erklärte in der Sitzung des Bauausschusses die Dringlichkeit der Sanierung damit, dass in dem Gebäude bereits Wasser durch die Bodenplatte eingedrungen sei. Bislang sei noch nicht absehbar sei, wie lange die gesamte Bauphase dauert.

Thomas Sänger (WBV) befürchtet, dass solche Provisorien meist lange erhalten bleiben. Mundl verwies darauf, dass die Weichser Kinderkrippe bereits seit sieben Jahren in Baucontainern untergebracht ist. Dieser Übergangszustand müsste auch noch solange bleiben, bis das neue Kinderhaus fertiggestellt sei. Simon Kammermeier (SPD) sorgt sich angesichts der Baumaßnahme um die Bäume im Pfarrgarten, deren Wurzelbereich geschädigt werden könnte. Nach längerer Diskussion erteilte der Bauausschuss seine Zustimmung für das Kindergarten-Provisorium auf fünf Jahre mit Option auf Verlängerung.