Erinnerungskultur:Steinerne Zeitzeugen des Verbrechens

Erinnerungskultur: 35 Millionen Euro für die Sanierung der Häftlingsbaracken sind zugesagt, doch es braucht noch mehr Geld für die KZ-Gedenkstätte in Dachau.

35 Millionen Euro für die Sanierung der Häftlingsbaracken sind zugesagt, doch es braucht noch mehr Geld für die KZ-Gedenkstätte in Dachau.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Wenn es keine menschlichen Zeugen der nationalsozialistischen Gräueltaten mehr gibt, werden die Original-Gebäude noch wichtiger. In der KZ-Gedenkstätte Dachau weiß man das. Doch die Sanierung und der Erhalt kosten Millionen.

Von Helmut Zeller, Dachau

Die Ära der Zeitzeugen geht zu Ende: Der 94-jährige rumänische Jude Ernest Gross, der hundertjährige Franzose Jean Villeret, der 94-jährige Pole Witold Scibak - in nur zwei Monaten, im November und Dezember des vergangenen Jahres, veröffentlichte die KZ-Gedenkstätte Dachau Nachrufe auf gleich drei Shoah-Überlebende. Das authentische Zeugnis dieser Menschen wird - darüber sind sich Historiker und Gedenkstättenpädagogen weitgehend einig - durch nichts zu ersetzen sein.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusKZ-Gedenkstätte Dachau
:"Es ist ganz schön runtergerockt hier"

Eine Million Besucher im Jahr hinterlassen Spuren an der KZ-Gedenkstätte Dachau, die Anlage müsste dringend saniert werden. Asbest in den Wänden, defekte Audio-Stationen und ein jüngst eingeweihtes und wieder geschlossenes Tastmodell mit hakeliger Mechanik - Rundgang über einen bröselnden Gedenkort.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: